BLUEWORK-volunteering

BLUEWORK-volunteering als Aktivität der Erlebnispädagogik und zur Entwicklung sozialer Kompetenzen

In grossem Umfang werden erlebnispädagogische Programme und Antiaggressions-Trainings oder Coolness-Tranings für Schulen und als Programme für ausserschulische Veranstaltungen und Klassenfahrten angeboten.

Radfahren, Segeln, Kanutouren, Geocaching oder Klettern – was ist Sport und was Erlebnispädagogik?  Vielleicht ist nur die Definition des Zieles unterschiedlich: Beim Segeln als Mannschaftssport ist Team-Geist gefragt und Voraussetzung um den Cup zu gewinnen; beim Segeln als Erlebnispädagogik-Programm gilt als Zielvorgabe, diesen Team-Geist zu entwickeln, also im Erreichen eines pädagogisch-wertvollen Zieles.

Bei Massnahmen der Gewaltprävention, Anti-Aggressionstraining und Coolness-Trainings geht es um das Management von Wut, Zorn und Gewalttätigkeit und immer auch darum, dass diese Gewaltbereitschaft aus einem Gefühl von Ohnmacht, Missachtung und einer empfundenen Orientierungs- oder Sinnlosigkeit resulitiert.

Das erklärte Ziel sozialer Trainings, erlebnis- und umweltpädagogischer Aktionen ist der Erwerb sogenannter „soft skills“/sozialer Kompetenzen: Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, möglichst praxisnahes Bewältigen psychischer, physischer und sozialer Herausforderungen, Umgang mit Stress und Leistungsabforderung, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbewusstsein.

Für die Pädagoginnen und Pädagogen geht es während Klassenfahrten oft darum, solche sportiv-erlebnispädagogischen Elemente in die Programme zu integrieren um die youngsters möglichst auszupowern, verbunden mit dem Wunsch, dass die hoffentlich neu erworbenen sozialen Fähigkeiten sich im folgenden Schulalltag nachhaltig positiv auswirken mögen. Nicht selten sind die Kosten solcher Programme, die zwischen 8,- für eine Zeiteinheit Klettergarten bis 45,- für eine Einheit Flossbau liegen können, alleine schon ein Ausschlusskriterium beim Elternabend oder führen dazu, dass die Klassenfahrt gerade noch ins 50 Kilometer entfernte Schullandheim führen kann um das Projekt Klassenfahrt in einem finaziell-vernünftigen Rahmen halten zu können. Der durchaus erlebnispädagogisch zu bezeichnende Aspekt des Reisens im Sinne einer Ortsveränderung bei dem Neues und Fremdes kennen gelernt wird ganz nebenbei und unverkopft, entfällt auf solche Art dann leider.

Wenn wir Sinnentleertheit und Orientierungslosigkeit und den daraus entstehenden Mangel an Selbstvertrauen als wesentliche Voraussetzung zur Entwicklung von Gewaltbereitschaft erkannt haben und nicht ganz hedonistisch Spass als ausreichend sinn-gebend Jugendlichen anbieten wollen, so muss die Verbindung aus Bewegung, Naturerleben, Team-Entwicklung und Spass einfach um das Element „Sinn“ ergänzt werden!

Team-Geist zu erzeugen um Team-Geist erzeugt zu haben ist ein „verschulter“ Prozess mit erneut pädagogischer Leistungseinforderung. Team-Geist intrinsisch zu entwickeln weil man Spass daran hat, zusammen im Dienst einer guten Sache viel zu erreichen, bedeutet, die wertvolle Erfahrung machen zu können, dass man gebraucht wird!

Hier setzt das Konzept BLUEWORK-volunteering an: Mit Spass und Freude zusammen unterwegs sein in der Natur, mit Rädern, Kajaks, Booten oder zu Fuss und als Freiwilliger mithelfen Natur und Umwelt zu schützen, und zu  erhalten, das ist eine Erfahrung, die Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein wie von selbst schafft und das in einer Atmosphäre eines gemeinsamen Erlebens – und: In aller Nähe zur Praxis und zum realen Bezug der Notwendigkeit, sich zu engagieren. Team-Geist bleibt oft ein spiritueller Wunsch 🙂 – Team-Work lässt im besten Falle ein Ergebnis sehen – bei Biotop-Pflege in Nationalparks, monitorings in Delphinschutzgebieten oder Mitarbeit bei der Beringung zehntausender von Zugvögeln.

Weltweit gibt es Möglichkeiten, etwas zum Schutz des Blauen Planeten und seiner Vielfalt zu tun – BLUEWORK-volunteering organisiert dies regional, deutschlandweit, europaweit, inernational.

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