Nachhaltigkeit und Ernährung

Bio-Sprit oder Lebensmittel: Mais

„Es gibt keine Maikäfer mehr“

[Liedtext: Reinhard Mey]  [Bild: 123.gif]

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden belebenden Blick…………….
…..im Tale grünet Hoffnungsglück….

Und gerne möchte ich mit Goethe sagen:
…hier bin ich Mensch, hier darf ich`s sein!

lebensmittel-0098.gif von 123gif.de

Doch wenn ich durch die weiten Felder spaziere, mich an der jungen, grünen Saat erfreue, so muss ich mich heute fragen – was passiert morgen – im Herbst – wohin wandert die Ernte aus Weizen, Mais, Raps? Ist es noch menschlich, mit Nahrungsmitteln die Autos mit verbilligtem, supventioniertem Biosprit E10 zu betanken und grosse Teile der Weltbevölkerung verhungern zu lassen?

Heute dienen die Früchte der Felder nicht mehr nur der Ernährung von Mensch und Tier

Die Energiepflanzen wandern in Autotanks und Biogasanlagen, sowie in die Überproduktion von billigstem Fleisch aus Massentierhaltungen.

„Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen warnt vor einer Hungerkrise.“

„Drei Millionen Tonnen Getreide wandern jährlich als Biosprit in deutsche Autotanks – drei Millionen Tonnen, die dem Weltmarkt fehlen, um rund 10 Millionen Menschen satt zu machen“.

Riesige Monokulturen aus Mais und Raps, Überdüngung und Pestizide veröden unsere Landschaft

Biene auf dem Blütenstempel
Bienen im intakten Ökosytem. © Frank Hollenbach / PIXELIO

Feld- und Wiesenblumen sind schon lange vernichtet. Wo bleiben Bienen und Hummeln und die sehr nützlichen Regenwürmer – diese Tiere werden doch tatsächlich kiloweise und kastenweise im Versandhandel bestellt!
Ja – und es gibt auch keine Maikäfer mehr – arme Kinder!

 

[Quelle und Zitate aus: Greenpeace e.V. Grosse Elbstrasse 39, 22767 Hamburg
Leserbrief Martin Hofstetter, Agrarexperte/Herbst 11.10.2012/D]

 

Aurelia e.V. nachhaltig für Aktivierung und Aufklärung Jugendlicher

Aurelia e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht Schülerinnen und Schüler nachhaltig im Sinne Ökologischer Bildung aufzuklären und zu aktivieren. Unsere BLUEWORK volunteering Programme für Projekttage und Klassenreisen sind neben den BLAUEN STUDIENFACHPROGRAMMEN FÜR MEERESBIOLOGIE OZEANOGRAPHIE ÖKOLOGIE eine Möglichkeit nachhaltigen Erfolgs für ökologisches Denken und Handeln.

Obstanbau – alte Sorten wieder gefragt!

Wespe im Apfel

Nicht jeder Eingriff in unser sensibles Ökosystem ist von umfassendem Erfolg gekrönt

 

Wespe im Apfel
Wespen lieben Äpfel

 

Hobbygärtnern kommt eine wichtige Rolle zu beim Erhalt der biologischen Vielfalt alter Obstsorten. Sie helfen ein altes Kulturgut zu bewahren, meint auch die Biologin Monika Höfer, die am JKI für Züchtungsforschung, Garten- und Obstbau, auch die Obst-Genbank in Dresden leitet, in der alte Sorten für die Nachwelt erhalten werden.

Von Äpfeln, Birnen und Erdbeeren

Bereits vor über 12.000 Jahren wurden in Asien Äpfel angebaut und die alten Griechen haben 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung Apfelbäume veredelt, sagte Frau Höfer, das heißt, von einer mäßigen wurde eine bessere Sorte erreicht. Bis heute wurde so lange veredelt und verbessert, um schöne und makellose Früchte zu erlangen; lange haltbar und kostengünstig sollten sie auch sein. Der Geschmack ist dabei wohl etwas auf der Strecke geblieben.

Unser uraltes Kulturgut, der Apfel, soll wieder köstlich und aromatisch schmecken, alte Sorten sind gefragt. Dasselbe gilt für Erdbeeren dessen Größe und Härte nur langer Haltbarkeit dient, um lange Anfahrtswege und den Markt provitabel zu überstehen. Einen Hochgenuß bieten aber nur die weichen und safigen Erdbeeren.

Ja – und was gab es früher für aromatische, saftige Birnen! Im Frühjahr summte und brummte es im Birnbaum – die fleißigen Bienen waren bei ihrer Arbeit. Und im Herbst, wenn die goldgelben, süßen Junkersbirnen reif waren, holten sich die Bienen ihren Lohn, denn auch ihnen schmeckten die sonnengereiften Früchte. Bei den heutigen, wenig geschmackreichen Birnen braucht man keine Angst mehr zu haben, unter einem Birnbaum von einer Imme gestochen zu werden.  😉

[Quelle: Welt am Sonntag, 1.04.2012, S. 56, Roland Knauer]

Krankes Ökosystem

Wo bleiben denn unsere Bienen?

Wo bleiben denn unsere Bienen?

Schon seit Jahren hört man das Gejammer der Landwirtschaft über den unaufhaltsamen Rückgang der Bienen.

Auch hier heißt es inzwischen: ohne Medikamente geht nichts mehr im Bienenstock!

Veranlassung für meine erneute Empörung in Sachen Bienen – die mich schon lange begleitet – war vor einiger Zeit die Erklärung eines  Erdbeerbauern: Er bestückt sein großes Erdbeerfeld mit Plastikplanen, die wie Gewächshäuser aussehen, importiert werden kartonweise Wildhummeln, die in die Plasik-Gewächshäuser gestellt werden um die Erdbeerblüten zu bestäuben. Und wozu dieser ganze Aufwand? Um drei Wochen früher harte, geschmacklose Riesenerdbeeren – Früchte ohne direkte Sonne und Regen auf den Markt zu werfen.

Wenn man sich freut, dass auf den Grünflächen in unserer Dorfmitte die ersten Gänseblümchen blühen, das leuchtende Gelb des Löwenzahns strahlt, kommt ganz schnell der „Sensenmann“ mit der Mähmaschine, damit es ein „schöner Rasen“ wird.

Wo können Bienen noch natürliches Futter finden?

Sie werden krank und verhungern. Und da wundert man sich seit Jahren über das Bienensterben, sie finden keine natürliche Nahrung mehr. Warum werden die Richtlinien der ökologischen Landwirtschaft nicht flächendeckend umgesetzt um einen gesunden Bestand der Honigbienen nachhaltig zu garantieren?

In blühenden Rapsfeldern standen früher Bienenkästen und es gab köstlichen Rapshonig. Heute sieht man dort keine fleißige Biene mehr, weil die überdüngten und mit Pestiziden belasteten Felder den Bienen keine schmackhafte Nahrung mehr bieten.

Es gibt drei Gründe für Gefährdung von Bienenbeständen:

  1. Mangelnde Blütenvielfalt durch vermehrten Grünlandumbruch und damit verbundener Schwund naturbelassener Areale
  2. Monokultur in der Agrarwirtschaft
  3. Pestizideinsatz, der eine bis zu 25 % höhere Sterberate in den Bienenvölkern verursacht

Eine naturbelassene Naturlandschaft, eine Sommerwiese mit Margeriten, Salbei und Klee oder Mohn und Kornblume am Ackerrand vermisst man lange schon.

Summ,summ, summ, Bienchen summ herum… –  oder wie war das noch mit der Aufklärung… von der Blüte, die von der Biene besucht wird…

Aurelia e.V. Literatur-Tipp
Aurelia e.V. Literatur-Tipp

Der Mensch und die BienenBetrachtungen zu den Lebensäußerungen des Bien
von Michael Weiler >> Verlag: Lebendige Erde, Darmstadt, ISBN: 3-921536-60-X

Ein neuer Weg der ökologischen Bienenhaltung
von Günter Friedmann, Demeter-Imker >> https://www.demeter-bw.de/imkerei_infos.php

Fachprogramme für Umweltpädagogik

Fachprogramme für umweltpädagogische Klassenfahrten und Projektwochen sensibilisieren Schüler für unsere Umwelt. Aurelia e.V. hat Sie unter dem Sammelbegriff MUSCHELSUCHER Programme gesammelt. Gerne erstellen wir ein auf Ihre Gruppe passendes MUSCHELSUCHER Programm, egal wohin die umweltpädagogische Klassenfahrt gehen soll. Wenn Sie die aktive Mitarbeit Ihrer Schülerinnen und Schüler an Naturschutz-Projekten wünschen, fragen Sie außerdem nach BLUEWORK-volunteering.

Kontakt: Aurelia e.V.