Italien Klassenfahrten für junge Naturwissenschaftler

Seepferdchen gibt es in Ligurien

Die besten Fachprogramme für Italien Klassenfahrten nach Ligurien / Golf von Genua / Mittelmeer

NEU ab Herbst 2017: Aurelia eV eröffnet ein eigenes KÜSTENLABOR über der Küste Cavi di Lavagnas!

Es steht eine Labor-Ausrüstung zur Mikroskopischen Gewässeruntersuchung/Untersuchung Benthos etc. zur Verfügung!
Hier erforschen die Teilnehmer, wissenschaftlich angeleitet, was sie vom Strand, vom Schnorcheln oder Tauschen mitgebracht haben.

Für die naturwissenschaftliche Studienfahrt nach Ligurien empfehlen wir diese Experimentellen Aurelia Lern-Module

Alle Aurelia Lernmodule sind selbsterklärend und bedürfen keines Mitwirkens seitens der Lehrkräfte oder anderer Teamleiter oder Experten. Aus einer Mischung aus wissenschaftlicher Information, Fragen, die es zu beantworten gibt und Aufgaben die experimentell zu lösen sind, werden die TeilnehmerInnen auf spannende und unterhaltsame Weise an die jeweiligen Themen herangeführt. Durch den hohen Praxisanteil der Experimental-Module haben die TeilnehmerInnen viel Spaß bei der Teamarbeit und nehmen die Informationen und Ergebnisse Ihrer Forschungen mit Freude auf.

  • BLUEFIELD-KüstenWerkstatt
  • BLUEFIBONACCI – Der Goldene Schnitt
  • BLUESHELL – Bestimmung mariner Fauna
  • BLUEFIT – Wochen-Team-Rallye für Selbstversorger
  • BLUEFLOWER – Vegetationsaufnahme
  • BLUECITY – historisch-geographisches Stadt-Planspiel Genua

Und was gibt es sonst noch mit den AEAN-Partnern vor Ort am Golf von Genua zu entdecken?

1. Schiffahrt ins Meeresschutzgebiet Portofino

Im Meeresschutzgebiet Portofino gibt es die höchste Biodiversitätsdichte im Mittelmeerraum!  Nicht nur Schüler der Leistungskurse Biologie, Physik und Chemie freuen sich auf Schnorchel- und Tauchgänge (monitoring octopus, moonfish, coralligene).

2. Besuch des Aquariums in Genua und Labor zum Thema Invertebraten 

Das Aquarium Genua ist das zweitgrößte Aquarium in Europa. Auch hier haben die Teilnehmer wieder viel Spaß, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und praktisches Arbeiten.  Deshalb empfehlen wir den guided visit Acquario di Genova mit workshop „Invertebrati“ (Organismen ohne Wirbelsäule).

3. Wale und Delfine beobachten in Begleitung eines Mitarbeiters der Naturschutzorganisation WWF

Ein Highlight der Italien Klassenfahrten ans Meer sind sicherlich Whalewatching-Schiffstouren mit WWF -Rangern.  In Ligurien ist das perfekt machbar im PELAGOS Schutzgebiet für Marine Säugetiere. Die Sichtungsquoten für diese Meeressäuger in Ligurien liegen bei über 90 %(!):

  • Finnwale (bis zu 26 m lang)
  • Pottwale (bis 18 m lang)
  • Cuvier- Schnabelwale (bis zu 7,5 m lang)
  • Langflossen-Grindwale (bis zu 6,3 m lang)
  • Rundkopfdelfine (bis zu 3,85 m lang)
  • Große Tümmler (bis zu 4 m lang)
  • Streifendelfine (bis zu 2,5 m lang)

4. Eco-Kajak-Tour, Schnorcheln und Tauchen

Bewegungsintensive Aktivitäten gehören nicht nur zu Sport-Klassenfahrten. Bei der Exkursion ins maritim-terrestrisches Schutzgebiet CINQUETERRE in See-Kajaks mit anschliessendem Schnorchelgang und Bestimmungsarbeit vereinen sich Sport und Naturwissenschaften auf geniale Weise und bringen jede Menge Spaß.

5. Besuch des Forschungszentrums ENEA mit Infos zu aktueller Forschung im Meeresschutzgebiet Cinqueterre

Beim FachVisit ENEA Centro Ricerche Ambiente Marino / AMP Cinqueterre erhalten die TeilnehmerInnen Input zu aktueller Forschung an diesen Themen:

– Klimatische Veränderungen/anthropogene Einflüsse und Auswirkung auf das marine Ökosystem (monitorging und Analyse physikalischer/chemischer und biologischer Interaktionen)

– Bedeutung von posidonia oceanis

– operative Ozeanographie/ Systeme der Datenerfassung und -verarbeitung/mathematische Modellierungen

6. Schüler beteiligen sich an Forschungsprojekten der Universität Mailand und/oder Pavia

Exkursion Insel Palmaria/Golfo dei Poeti mit lecture zum Citizen Science Project CORALLINO. Die Teilnehmergruppen haben die Möglichkeit eigener Datenerhebung – diese Daten fließen in das o.g. Projekt und somit in die Forschungsarbeit der Universität Mailand und Pavia ein. Der Dateneintrag der Teilnehmenden kann nach kurzer Zeit auf der entsprechende Webpräsenz nachvollzogen werden!

7. Wissenschaftlich kommentierte Schiffsausfahrt ins Meeresschutzgebiet Portofino mit Unterwasserkamera 

SOPRAESOTTOILMARE – Schiffsexkursion durch das Meeresschutzgebiet AMP Portofino. Videoübertragung durch Unterwasserkamera. An Bord des Schiffes werden Live-Bilder der Unterwasser-Welt des Meeresschutzgebietes auf Video-Leinwand übertragen und wissenschaftlich kommentiert.

8. Seepferdchen und Mondfische bei geführten Schnorchelgängen oder Tauchgängen im Meeresschutzgebiet Isola di Bergeggi entdecken

Exkursion Liguria Ponente: Meeresschutzgebiet AMP ISOLA di BERGEGGI – geführte Tauch- und Schnorchelgänge zwischen Küste und vorgelagerter Insel, monitoring seahorses/moonfish/posidonia oceanis

Exkurs Populationsentwicklung und Morphologie SEAHORSES

9. Schnorcheln oder Tauchen im Unterwasergarten mit fachlichen Erläuterungen über Unterwasser-Mikrofone

FachVisit NEMOS GARDEN – der Unterwasser-Garten ist ein wissenschaftliches Muster-Projekt nachhaltiger Unterwasser-Pflanzenproduktion. Die Führung mit lecture findet als Tauch- oder Schnorchelgang statt – es besteht die Möglichkeit der Kommunikation via uw-micro. Erläuterung zu chemischen/physikalischen und biologischen Aspekten des Wissenschafts-Projektes. DIe Ausführungen können auch onshore (an Land) übertragen werden.

10. Geomorphologische Führung in der Tropfsteinhöle Grotta di Toirano

Exkursion GROTTA di TOIRANO/Tropfsteinhöhlen im Vallone del Vero zwischen Albenga und Finale Ligure. Lecture zur Geomorphologie.

11. Fachbesuch zur Olivenölherstellung an der ligurischen Küste

Olivenöl aus Ligurien gilt als eines der feinsten der Welt. Beim FachVisit OLIVENÖLHERSTELLUNG Azienda Agricola Parodi Alessandro können die Teilnehmer alles fragen, was sie schon immer über die Olivenölherstellung wissen wollten.

Hier kostenfrei Fachprogramm Klassenfahrt Italien / Ligurien anfragen!

Italien – Riviera di Levante

Urlaub an der Cinque Terre

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum.
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah, die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält; denn heute löst sich von den
Zweigen nur,was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Weinanbau in Italien Herstliches Weinlaub
Weinanbau in Italien. © https://www.aureliaev.de

Dieses schöne Gedicht „Herbstbild“ von Friedrich Hebbel kam mir in den Sinn, während meines Spazierganges auf dem Blauen Pfad. Er soll Italiens schönster Wanderweg sein. Zwischen Meer und Bergen verbindet er auf 12 km Länge und streckenweise bis zu 300 m Höhe, die fünf malerischen Orte der Cinque Terre / Italien. Dieser, zum Teil in den Fels gehauene, alte Winzerweg bietet atemberaubende Ausblicke auf meerumtoste Steilklippen, auf bunte Fischerdörfer und in Buchten geschmiegte weisse Sandstrände, die zum Baden einladen.

Smargdgrünes Meer in Italien von Monterosso bis Portovenere

Ein strahlend blauer Himmel und einziartiges Licht lässt das Meer smaragdgrün schimmern. Diese Küstenregion, von Monterosso bis Portovenere – Hafen der Venus genannt, wurde 1997 ins Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen.

 

Mediterranes Italien. Kleiner Steilküsten-Ort an der Chinque Terre
Schön, sauber, beschaulich und künsterisch interessant ist die Ligurische Küste. © Rolf Friedrich / PIXELIO

Es ist die Farbenvielfalt der Natur, die mich so sehr faziniert. Das einmalige Licht in den Olivenhainen hebt das Silbergrün der Blätter von den uralten, knorrigen Ölbäumen besonders hervor. Einzigartig sind die kunstvoll aufgeschichteten, steinalten Trockenmauern, die sich durch die steilen Gärten schlängeln, und auf deren warmen Steinen sich die grünlich schimmernden Eidechsen tummeln.

Oliven vor blauem Himmel
Grüne Oliven am Baum in Italien. Der Olivenbaum wird seit sechs Jahrtausenden als Nutzpflanze kultiviert. Ihre erste mediterrane Steinfrucht trägt der Olivenbaum mit sieben Jahren.© ro18ger / PIXELIO

Der Naturpark Cinque Terre ist Anziehungspunkt für Künstler aller Art

Besonders Maler, einzeln oder in Gruppen sieht man sie, arbeitend in ihre Werke vertieft in der freien Natur.

Kurse in Malen, Pigment- und Farbherstellung, Töpfern oder die Herstellung bunter Majolikakacheln können überall belegt werden.

Der Kreuzgang ist mit Majolika-Kacheln geschmückt
ANKLICKEN ZUM VERGRÖßERN! Das Kloster mit dem Majolika-Kreuzgang Chiostro delle Maioliche gehört zur Klosterkirche Chiesa Santa Chiara in Neapel. Sie sehen, dass der Kreuzgang mit Majolika-Kacheln geschmückt ist. © Bildpixel / PIXELIO

Zu sehen, wenn abends – schon am Rande der Nacht die beleuchteten Fischerboote aufs Meer hinausfahren, um ihre Netze auszuwerfen, ist bestimmt ein unvergessliches Erlebnis.

Meine Erinnerung an das unbeschreiblich schöne Stückchen Erde habe ich auf meinem Malblock mit nach Hause genommen.

 

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Aurelia e.V. Kunst-Tipp Oktober 2012:

1. Neue Folkwang-Ausstellung „Im Farbenrausch“ in Essen begeistert Eröffnungspublikum: https://www.derwesten.de/7148437

2. Im Oktober 2012: Zoologischen Forschungsmuseum in Bonn, “zahle was du willst”: https://www.zfmk.de/

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Cinque Terre – Info

Gischt im Sonnenuntergang - Das Meer schlägt an die Steilküste
Gischt im Sonnenuntergang – Das Meer schlägt an die Steilküste © twinlili / PIXELIO

Die Chinque Terre,  mediterran und sauber, erstreckt sich über eine felsige Küste von ca. 11 Kilometern in Italien. Fünf Ortschaften liegen an felsigen Buchten  (Vernazza, Monterosso al Mare, Corniglia, Riomaggiore und Manarola). Das Schöne an der Cinque Terre ist, dass diese in Ligurien liegende Gegend nicht massiv bebaut wurde und der typische Charakter so erhalten blieb. Das mediterrane Klima ist mild, das Meer kristallklar und läd zum Baden und Schnorcheln ein.

[Bildquelle des Bildes im Kopf der Seite: © twinlili / pixelio.de]

Italien, Sehnsucht aller Nordeuropäer

Ligurien und Cinqueterre – wenig bekannt, aber wunderschön

Italien - Golf von Genua - Ligurien
Italien – Golf von Genua – Ligurien © Manfred Walker

Die ligurische Küste besteht schon seit der Römerzeit – damals baute man die heute malerisch anmutenden Terrassen in den schwer zugänglichen Buchten, um sich vor den Überfällen der Sarazenen zu schützen. Ausserdem waren die Buchten Nachschub-Basen für die Kämpfe gegen die Ligurer.

Es entwickelten sich nach und nach kanonenbestückte Trutzburgen, denn Piratenüberfälle waren damals an der Tagesordnung.

Weinbau in Ligurien

Erst sehr viel später wurde in Ligurien mit dem Weinanbau begonnen, was natürlich gerade im Felsenmeer der Cinqueterre überaus schwierig war.

Als vor dreissig Jahren eine junge Belgierin Ligurien besuchte, und mit einem Weinbauern ins Gespräch kam, erfuhr Sie von den Schwierigkeiten des Weinanbaues in diesen Bergen und dass es an Geld fehlte, um Seilbahnen oder Zahnradbahnen zu errichten. Wahrscheinlich hatte sie sich auch in diese Landschaft verliebt, denn einige Zeit später erhielten der Weinbauer und seine Kollegen die unerwartete Nachricht aus Brüssel, dass der Bau von Bergbahnen zu den Weinäckern der Cinqueterre von der Europäischen Union finanziell unterstützt werden würde.

Die junge Belgierin hatte dieses erreicht! Die Winzer waren natürlich mehr als erfreut, zumal die Summen so üppig ausfielen, dass noch einiges zur Errichtung einer neuen Wasserleitung übrig blieb. Der Fortschritt hatte somit die Cinqueterre erreicht und der Grundstein für den Aufschwung war damit gelegt.

Die Cinqueterre-Perlen Monterosso, Corniglia, Manarolo und Vernaccia

Die fünf Städte an der Felsküste entwickelten sich sehr schnellt, weil auch seit den siebziger Jahren eine schmale, kurvenreiche Strasse die Orte verbindet.

Jede dieser kleinen Städte stellt sich anders dar: Es gibt das fast mondäne Monterosso mit etlichen Sterne-Hotels und guten Restaurants – Corniglia hingegen liegt auf einem von der Brandung umspülten Felssporn und ist ein eher ruhigerer Ort.  Manarolo wiederum liegt ganz nah am Wasser, es gibt ein kleines Hafenbecken mit Booten und einem Fischereihafen, sodass natürlich Tag für Tag frischer Fisch angeboten wird.

Kulinarischer Tipp
Kulinarischer Tipp

[notice]Eine typische Spezialität ist ein früheres „Arme-Leute-Gericht“, nämlich „Spaghetti all`Acciugata“ mit Kapern und Oregano gewürzt. Alle Trattorie bieten dieses Gericht an.[/notice]

Jedes Städtchen hat eine Badebucht und wunderschöne Wanderwege in die Weinberge. Vernaccia, die für etliche Menschen glänzendste unter den fünf Cinqueterre-Perlen, wurde im Herbst letzten Jahres durch eine grosse Überschwemmung schwer in Mitleidenschaft gezogen; es gingen sogar Schlammlawinen nieder. Inzwischen sind aber die meisten Schäden behoben und Vernaccia hat wieder seinen alten Glanz.

Die Wanderungen können wie bisher durchgeführt werden – wie zum Beispiel der Weg von Riomaggiore zum Marienheiligtum hinauf.

Die Cinqueterre sind von Genua und von der Toskana aus ganz leicht und schnell zu erreichen. Eine Tagesfahrt von dort aus ist sehr zu empfehlen.

Man findet hier etliche maritime Naturschutzgebiete und es kommt oft vor, dass man Delphine beobachten kann: Die ligurische Küste ist wirklich, was die Natur betrifft, einmalig.

Ihr grosser Vorteil besteht jedoch darin, dass sie noch nicht vom Massentourismus überlaufen ist und dass sie trotz aller Modernität ihre Ursprünglichkeit behalten hat.

Um nicht alles über diese wunderschöne italienische Küste berichten zu müssen, würden wir sagen: Besuchen Sie Italien, es lohnt sich!

[Quelle: Welt am Sonntag, Nr. 14, 1 April 2012, Reise S. 65, Helmut Luther]

 

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