Nationalpark für Baden-Württemberg für Nachhaltigkeit

Schneebedeckte Bäume

„Willkommen im Nationalpark Schwarzwald“

Schneebedeckte Bäume
Schneebedeckte Bäume.

Als zweitletztes Bundesland soll BAWÜ endlich einen Nationalpark bekommen.

Der Naturschutzbund  (NABU) hat nach langer Prüfung aller Regionen unseres Bundeslandes eine wissenschftliche Studie erstellt, in der nur der Nordschwarzwald alle Kriterien für einen Nationalpark erfüllt. Vorgesehen sind die Gebiete der Landkreise zwischen Freudenstadt und Rastatt, sowie zwischen Calw und dem
Ortenaukreis.

Nachhaltiger Naturschutz für den Schwarzwald

Schon seit 2011 hat Greenpeace Karlsruhe eine regionale Kampagne für den Nationalpark Nordschwarzwald
gestartet.  Luis Scheuermann, Koordinator der Aktion,  hat mit vielen Aktivisten und Ehrenamtlichen der Kampagne „Nationalpark Schwarzwald“ einen Fussmarsch von Stuttgart nach Baiersbronn unternommen. Über Stock und Stein zogen sie das Willkommen-Nationalpark-Schwarzwald-Holzschild. Mit 100 Kilo war das eine Plckerei zugunsten des nachhaltigen Schutzes eines besonders erhaltenswerten Natur-Areals in Deutschland.

Nur freundliche Schwarzwälder, angeregte Gespräche und positive Zeitungsmeldungen begleiteten sie auf ihrer
tagelangen, mühevollen Wanderung durch den Nordschwarzwald. Nun steht das Schild in Baiersbronn und grüsst heute schon Touristen aus nah und fern, die im schönen Schwarzwald Ruhe und Erholung finden.

Nachhaltigkeit: Rettung für Pflazen- und Tierarten

Ein Nationalpark im Schwarzwald steht dafür, dass die urwüchsige Natur, ja zum Teil Wildnis, der Urzustand der „schwarzen Wälder“ erhalten bleibt. Er ist eine Rettung vieler Tier- und Pflanzenarten – ein Rückzugsraum für bedrohte Tierarten wie z.B. den sehr selten gewordenen Auerhahn, den Habichtskauz oder das Haselhuhn.

Aber auch die neu aus dem Elsass zugezogenen Luchse und Wildkatzen – die lange ausgerottet waren – müssen besonders gehegt und gepflegt werden, d.h. in einem Nationalpark gibt es vorgegebene Wege und Ruhezonen für Besucher, um die ungestörte Natur für dieTier- und Pflanzenwelt zu erhalten.

65% der Schwarzwälder sind für einen Nationalpark!

[Quelle: Greenpeace Nachrichten Nr. 01/2013-Seite 15/D]

Waldpädagogik für nachhaltigen Umwelt- und Artenschutz

Wald als erfahrbarer Ort, Wild als beobachtbares Objekt, Jäger als kompetente Vermittler

Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) bringt durch erlebnisorientierte Waldführungen Kindern- und Jugendlichen die Natur zum Anfassen und Begreifen nahe. Diese ehrenamtlichen Waldexkursionen mit Gruppen, geleitet von ca. 4000 ehrenamtlichen, bundesweit tätigen Jägern und Jägerinnen, sind für  jeder Altersstruktur, von der Vorschule bis zur weiterführende Schulen, ein Abenteuer, bei dem alle Schüler und Schülerinnen ihre lokale Fauna und Flora, vom Schwarzwald über den Bayerischen Wald bishin zum Thüringer Wald, kennenlernen können.

Erlebnispädagigik – Lernen durch Er“Leben“

Hautnah erleben die Kinder und Jugendlichen die Umwelt, sie erfahren, dass beim Rotwild das Weibchen Hirschkuh heisst, dass die Bezeichnung für Fell „Decke“ ist, dass es eine Sommer- und Winterdecke gibt, dass die Augen als „Lichter“ und die Ohren als „Lauscher“ bezeichnet werden.

Nicht durch Lesen von Büchern, sondern mit Spass und Neugierde können Kinder und Jugendliche aktiv durch gemeinschaftliches „Spurenlesenlernen“ in der Gruppe auch später ihr Erlerntes und Erlebtes in der Familie oder an Freunde weitergeben. Sie beobachten vonm Hochsstand  Wildschweine, die ins Unterholz verschwinden, wenn die Gruppe zu laut ist, hören den Brunftschrei eines Hirsches oder das Klopfen eines Spechtes.Unterschiede zwischen Nadelwald und Laubwald werden visuell aufgenommen und durch die geschulten Jäger und Jägerinnen noch anschaulicher vermittelt, indem Buchecker probiert, Eicheln gesammelt oder Kiefernadeln mit Fichtennadel verglichen werden. Alle menschlichen Sinne werden gefördert und angesprochen.

Umweltpädagogik – Bildhaftes Be“Greifen“

In Zeiten, in denen der Medienkonsum unaufhörlich wächst und die Erlebenswelt  Natur reduziert ist, sind diese Umwelt-Wahrnehmungen von gravierender Bedeutung.

Das Einwirken der Umweltverschmutzung wird begreifbar gemacht, wenn die beschädigten Baumkronen oder die kahlen Baumstämme gezeigt werden, dann wir aus dem Schlagwort „Baumsterben“ eine sichtbar gemachte Bedrohung. Die Notwendigkeit des Artenschutzes und des Umweltschutzes wird anschaulich demonstriert, sie wird fühlbar gemacht.

Der DJV bezeichnet sein ehrenamtliches Engagement als „Initiative Lernort Natur„, er wurde schon zweimal als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-20014“ ausgezeichnet

[Quelle: Bildungsaspekte in didacta 01, Das Magazin für lebenslanges Lernen, S.33].

 

Weltweit gibt es Möglichkeiten, etwas zum Schutz des Blauen Planeten und seiner Vielfalt zu tun – BLUEWORK-volunteering organisiert dies regional, deutschlandweit, europaweit, inernational. BLUEWORK-volunteering ist ein Projekt, dass auch hervorragend als Themenschwerpunkt einer Klassenfahrt durchführbar ist.

Kontakt über Aurelia e.V.:

0228 – 929 837 33 mo-fr 10-15

aus dem Ausland: +49 (0)228-92983733
oder Kontakt über unser Formular 

Zum weiter lesen ein weiterer Artikel der Redaktion Aurelia eV:
Unsere Wälder – seit Jahren nachhaltig in Gefahr