Wo bleiben denn die Milane?

Der Ornithologe Jens Bruns sorgt sich um den Magier der Lüfte

Der Ornithologe Jens Bruns – eigentlich von Beruf Geologe – fragt sich, wi denn die Milane bleiben,
denn seine ganze Freizeit gehört den Greifvögeln. Mit Begeisterung leitet er die Greifvogel-Arbeitsgemeinschaft der Ornithologengesellschaft. Sein besonderes Interesse gilt den Greifvögeln. Schon als zehnjähriger Junge, aus Kamen in NRW, kam er zum Vogelschutz, dabei gehörte seine ganze Liebe dem wunderschönen Rotmilan, auch Gabelweihe genannt, mit seinem rotbraun schimmerden Federkleid.

Wenn dieser große, faszinierende Greifvogel mit 1,50 m Spannweite, den langen, außeinander gespreitzten Flügelspitzen und dem großen, gegabelten Schwanz in den Himmel steigt und elegant seine Kreise zieht, nennt man ihn auch den Magier der Lüfte.

Der Vogelkundler Jens Bruns, stapft mehrmals jährlich in seiner Freizeit bis zu 130 Quadratkilometer durch die Wälder seiner Heimat.
Er kennt dort jeden Baum und jedes große Vogelnest. Wieder auf der Suche nach bekannten Brutplätzen und ihren Bewohnern meint er traurig: kein einziger Milan ist in den Nestern der hohen Baumkronen zu sehen; dabei müßte es ihm doch gut gehen – wir haben ein Mäusejahr- daher Futter in Massen.

Tatsache ist, daß seit Jahren der Bestand des Rotmilans – dem Segler der Lüfte – ständig zurück geht

Deshalb wurde dieses Jahr erstmalig zur bundesweiten Bestandsaufnahme des Rotmilans aufgerufen. Die Brutplätze sollen kartiert werden. Jens Bruns unterstützt und beteiligt sich an dieser aufwendigen Arbeit.

Raubvogel Milan zu Besuch

Wie der junge Jens Bruns aus NRW habe auch ich in diesem Alter den Milan beobachtet, aber aus einem anderen Grund – ich mußte ihn verscheuchen…
Während des Krieges habe ich auf einem großen Gehöft im schwäbischen Oberland, nur umgeben von Wald und Wiesen, im Frühling die neugeschlüpften, gelbleuchtenden Küken in einem großen umzäunten Streuobstgarten gehütet. Doch dieser Idylle drohte immer Gefahr, und zwar von oben. Die Greifvögel aus dem nahen Wald – Habichte, Bussarde und auch der schöne Milan kreisten hungrig über meinen Schützlingen. Ich mußte die Raubvögel vertreiben, zunächst mit Händeklatschen, doch bald hatte ich mehr Angst vor den großen, schlauen Vögeln, als sie vor mir.Also bekam ich eine Kuhglocke zum Leuten, zum Schuß einen Stock und einen alten Eimer zum Draufhauen – nur der Habicht war manchmal sehr hartnäckig. Auch im Herbst beim Kühe hüten beobachtete ich einen Milan wie er im Sturzflug eine Maus schnappte und verspeiste.

Heute haben diese großen, schönen Greifvögel andere Feinde: die Windräder und die intensive Landwirtswchaft machen ihnen das (Über)-Leben schwer.

Kartierung von Greifvögeln

„Greifvögel-Interessierte können bei der Kartierung helfen: jens_bruns@gmx.de“, sagt Andreas Fasel in der WELT AM SONNTAG.

 

[Quelle der Fakten über die Milane: WELT AM SONNTAG NR:17, Andreas Fasel, „Ein rätselhafter Jäger“]

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3 Antworten auf „Wo bleiben denn die Milane?“

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