Raubtiere in Deutschland

Begegnung mit einem Frechdachs

Bei herrlichem Sommerwetter spazierte ich an einem schönen, reifen Ährenfeld vorbei, aus dem ganz in der Nähe lautes Schnarchen zu hören war. Wer war denn das –  meine Neugier war geweckt, ich warf Steinchen und bewegte ein bisschen die Ähren. Plötzlich ein lautes Grunsen und unweit von mir rannte ein Dachs vorbei, er hatte wohl im warmen Stroh seinen Mittagsschlaf gehalten. Dick und rund, fast 70 bis 80 cm groß, flitzte er mit seinen kurzen Beinen in Richtung Wald.

Der Dachs – das Raubtier mit Wohnkultur

Und nun finde ich – zu meiner großen Freude – einen Artikel mit näheren Beschreibung über Leben und Treiben sowie ein Foto vom Dachs. Niedlich sieht er aus, mit seinem grau-weiß gestreiften Kopf und der kleinen Stupsnase, dabei zählt er zu Deutschlands großen Raubtieren – . Buddeln und Graben sind seine Lieblingsbeschäftigung. Des nachts ist er fleißig, er arbeitet unermüdlich an seinem Bau, mit seinen langen Krallen an den Vorderfüssen gräbt er für sich und seine Großfamilie – die Sippe kann über 30 Mitglieder zählen – in ca. 4 – 5 Metern Tiefe im Wald ein Höhlensystem – ein Labyrinth von Kammern und Gängen in ungeahntem Ausmass von mehreren hundert Metern. Die Schlafgruben werden mit wohlriechendem Heu und trockenen Blättern ausgestattet und nebst Frischluftröhren gibt es – weit abseits von den Eingängen – Toilettengruben.
Tagsüber schläft der Dachs in seinem Bau – wenn er nicht gerade im sommerlichen Ährenfeld schnarcht, oder er geht auf Futtersuche. Beeren und anderes Obst liebt er besonders, aber auch Kleingetier verachtet er nicht. Ein Dachs wird ca. 15 Jahre alt.

 

Wissenschaftler haben mit Licht und Kamera den Dachsbau erforscht und uns somit
Die Baumeisteer des Waldes“ bekannt gemacht.
Quelle: [„HÖRZU“ – Nr. 38 – Walter Karpf – D]

Dachse werden immer häufiger am Stadtrand und in städtischen Parkanlagen und stadtnahen Gartensiedlungen beobachtet. Fragen Sie nach Klassenfahrten-Fachprogrammen zu Urbaner Biodivertsität! Anfrage-Formular

Artenschutz – ganzheitlich und nachhaltig

Moderne und innovative Wissenschaft dem Schutz bedrohter Arten

Das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) beschreibt in seinem Internetbeitrag vom 14.05.2013, „Das Sabah-Nashorn retten: Innovative Forschung für den Artenschutz„,wie „ganzheitliche Forschung für den Artenschutz“ aussehen kann. [https://www.bmbf.de/de/sabahnashorn.php]. Am Beispiel des extrem bedrohten Sabah-Nashorns wird es illustriert. Erfahren Sie im unten anzuklickenden Film mehr über das spannende Sabah Rhino Project, dass sich mit moderner und innovativer Wissenschaft dem Schutz bedrohter Arten – hier dem Sabah-Nashorn – widmet.

 

[Quelle: https://www.bmbf.de/de/sabahnashorn.php – Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung]]

Nachhaltige Sensibilisierung Jugendlicher für das Ökosystem

Ein Gefühl für das empfindliche, schützenswerte Ökosystem unserer Erde sollen Jugendliche bei den BLAUEN STUDIENFACHPROGRAMMEN MEERESBIOLOGIE ÖKOLOGIE OZEANOGRAPHIE bekommen. Aurelia e.V. hat sich bei all seinen Programmentwicklungen für Klassenfahrten der Prämisse der Nachhaltigkeit verpflichtet und möchte so einen Beitrag zum Natur- Tier- und Artenschutz leisten. Das geschieht durch die Sensibilisierung Jugendlicher, die über die Begeisterung an der Schöpfung, z.B. bei wissenschaftlich begleiteten Walewatching-/ Dolphinwatching-Touren, erreicht wird. Beim Besuch wissenschaftlicher Institute während der Studienklassenfahrt lernen die Schüler mit viel Spaß moderne und innovative wissenschaftliche Methoden zum dem Schutz bedrohter Arten kennen. Nicht selten geht daraus der Wunsch hervor, den späteren Berufsweg auf Nachhaltigkeit auszurichten.

Bitte leisten auch Sie Ihren Beitrag in dem Sie eine nachhaltige Klassenfahrt planen und Ihre Schüler damit begeistern sich am Erhalt unserer Artenvielfalt aktiv zu beteiligen. Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an.

 

Aurelia e.V. für ökologische Bildung - der Blaue Planet
Der Blaue Planet braucht unseren Schutz. Tel.: 0049 (0)228-929 837 33

Die Nordsee

Ferienland mit faszinierendem Ökosystem!

„Wie Träume liegen die Inseln auf dem Meer“…. so dichtete einst Theodor Storm, der Dichter aus Husum. Und es ist wirklich ein Traum, auf einer der nordfriesischen Inseln über die Dünen zu wandern mit Blick über Wellen, Wind und Weite.

Leutturm im Ökosystem Nordsee Wattenmeer auf der Insel Sylt
Leuchtturm auf der Nordseeinsel Sylt

UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Man ist in Deutschlands grösstem Naturschutzgebiet, dem grössten Wattenmeer der Erde, das sich von Dänemark über Deutschland bis zu den Niederlanden erstreckt. Seit 2009 zählt es zum UNESCO-Weltnaturerbe.
Das Wattenmeer ist Rastplatz für Millionen von Zugvögeln, hier fressen sie sich Vorratspolster an, um ihre weltweiten Brutgebiete zu erreichen. „Das Wattenmeer ist Drehscheibe für den globalen Vogelflug“, sagt Christian Buschbaum, Leiter des Nordseebüros des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung.
Informationen über das Weltnaturerbe Wattenmeer bietet das Multimar Wattforum in Tönning mit einer Erlebnisausstellung und zahlreichen Aquarien.

Seevögel und Kegelrobben an der Nordsee

Besonders schön und interessant ist eine Tour mit dem Fahrgastschiff nach Helgoland. Tausende von Seevögeln brüten auf kleinen Felsvorsprüngen an der ca. 40 Meter hohen Klippe – und kaum geschlüpft geht’s für die Küken im Sturtzflug ins Wasser, um sich Nahrung zu suchen.

 

Drei Kegelrobben unterschiedlichen Alters an der Nordsee
BLUEWORK-volunteering: Freiwillige Mitarbeit im Naturschutzzentrum. In der Robbenstation können Schüler /innen helfen beim Robbenzählen (Populationsermittung).
www.bluework-volunteering.de Tel.: 0228-929 837 33
© Dieter Rill / PIXELIO

 

Da haben es die auf der kleinen Nachbarinsel lebenden Kegelrobben schon besser. Zu Hunderten liegen sie mit ihren Jungen – die in ihrem gepunkteten Babyfell so niedlich aussehen – auf großen Sanddünen und lassen sich die Sonne auf den Bauch scheinen.

Nirgendwo in Europa ist die Kinderstube der Robben mit bis zu 1.500 Robben im Juli bis August größer als im in dem faszinierendem Ökosystem Wattenmeer.

Machen wir es den Robben nach und sonnen uns in den Dünen von Amrum oder spazieren am 12 Kilometer langen und 1 Kilometer breiten, einmalig schönen weichen, weißen Kniepsand zwischen Brandungswellen und Dünen, zählt er zu den schönsten Stränden des Naturschutzgebiets Wattenmeer.
Und Wattwandern – das muss sein. Ein Spaziergang, barfuss durchs Schlick, mit einem Guide der Schutzstation Wattenmeer, von Amrum nach Sylt zum Kaffeetrinken ist ein bleibendes Erlebnis.

Die Nordsee mit ihrer einmaligen Artenvielfalt ist ein einzigartiges Ökosystem mit tausenden von Fisch- und Vogelarten

So tummeln sich vor der niederländischen Küste die seltsam aussehenden Tintenfische. Vor Englands berühmten Kreidefelsen an der Küste bei Dover, leben die furchterregenden, aber friedlichen, bis zu 10 m langen Riesenhaie, die immer mal wieder auftauchen.
Dieses Paradies ist in Gefahr. Meeresschutzexperte, Stephan Lutter sagt: „Vor allem die Fischerei bleibt ein heißes Eisen“.
Mehrere Male im Jahr wird die südliche Norsee mit riesigen Schleppnetzten durchpflügt; alle Fische und andere Lebewesen werden in den Netzten gefangen. Besonders schlimm ist der Beifang. „Für ein Kilo Seezunge werden sieben Kilo anderer Tiere mitgefischt und halbtod wieder über Bord geworfen. Oft verfangen sich auch Schweinswale in den Netzten und ertrinken!“

Die Verschmutzung der Nordsee hat sich mit den Jahren sehr gebessert.
„Die chronische Verschmutzung durch Öl und Schiffsmüll bleibt aber ernst“. so Lutter.

„Umso wichtiger ist es, den einzigartigen Lebensraum zu erhalten –
„unser“ Meer der Superlative“.

[Quelle: HÖRZU Nr. 16 , W. Toebelmann,v. 12.04.2013/D]

Klassenfahrten-Fachprogramme für Arten- und Naturschutz

Wenn Sie eine Klassenfahrt an die Nordsee mit Schwerpunkt Meeresbiologie, Ozeanographie, Ökologie planen, sprechen Sie uns gerne an. Das auf die Altersstruktur der Klasse und Ihre fachlichen Präferenzen abgestimmte Studienklassenfahrten-Programm legen wir Ihnen gerne kostenfrei vor. Die dazu passenden Unterkünfte kennen wir auch.

  • hier geht’s zum Anfrage-Formular
  • weitere Infos: Programm-Module (BLAUE STUDIENFACHPROGRAMME MEERESBIOLOGIE OZEANOGRAPHIE ÖKOLOGIE)
  • wenn Ihnen unser Blog gefällt, dürfen Sie sich gerne beim Newsletter „Blaue Flaschenpost“ anmelden! (s.u.)
Flaschenpost an der Nordsee gefunden.
Die „Blaue Flaschenpost“ ist der Newsletter von Aurelia e.V.

Warum nur „dumme Gans“? – schlaue Gans ist richtig!

Graugänse © Aurelia e.V.

Graugänse, die zur Zeit in grossen Formationen und mit lautem Geschrei und Geschnatter übers Land fliegen, erfreuen uns ganz besonders, denn sie sollen den langersehnten Frühling ankündigen.

Sitzende Graugans am Wasser
Grauganz beim Putzen ihres Gefieders. © Rolf Handke / pixelio.de

Schon unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit, vor ca. 8000 Jahren haben sich mit dem Federvieh beschäftigt – die Graugänse wurden domestiziert.

Unsere heutigen Hausgänse sind wachsame Hüter von Haus und Hof. Das wussten schon die alten Römer! Sie hielten sich die Gänse als Tempelwächter im Kapitol. Und wenn die Gänse aufgeregt kreischten und zischten, dann wussten die Römer: die kriegerischen Gallier sind im Anmarsch – also auf in den Kampf.

Die Verhaltensforschung hält das organisierte Sozial- und Familienleben der Hausgänse für bewundernswert. Das Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie gab der Biologin Angelika Hofer den Auftrag, das Leben und Umfeld der Gänse zu beobachten und zu erforschen.

[notice]Ornithologie auf Klassenfahrten: Lesen Sie hierzu den Aurelia e.V.-Beitrag „Umweltpädagogische Exkursion ins UNESCO Biosphärenreservat„[/notice]

Das war in den 80ger Jahren und noch heute freut sie sich, wenn sie im Allgäu am Hopfensee spazieren geht und den fliegenden Gänsen am Himmel „komm, komm“ zuruft, sofort eine im Sturzflug herunterschiesst und mit langgestrecktem Hals auf sie zuwatschelt, was bedeutet:
„Ich grüsse dich“. Die Wissenschaftlerin aus Füssen freut sich, dass sie von ihren Schützlingen und sogar von deren Jungen erkannt wird – war sie doch damals die bekannte „Gänsemutter“.

Es ist etwas ganz Besonderes bei Gänsen, denn wer auch immer beim Schlüpfen aus dem Ei da ist,
nimmt das Kücken als Mutter an. Die Biologen nennen dieses Verhalten „Prägung“.

Graugänse am Himmel
Die Graugänse kommen zurück, der Frühling beginnt.

Gans und Ganter haben eine lebenslange Partnerschaft, so wie man es auch von Schwänen kennt. Sie bauen zusammen ein Nest, nach etwa 4 Wochen erblicken 4 bis 6 Kücken das Licht der Welt. Der fürsorgliche Ganter beteiligt sich an der Aufzucht der Jungen, schafft Futter herbei – und wacht über Allem.
Und wehe – ein Fuchs traut sich in die Nähe – er wird gnadenlos von den Gänsen verprügelt –
und wenn er Glück hat, kann er sich noch davon schleichen….
Von wegen: Fuchs du hast die Gans gestohlen….

[Quelle: HÖRZU – Nr. 50 – Walter Karpf  – 07.12.2012/D]

Erlebnispädagogisches Segeln, Schnorcheln und whalewatching in Kroatien

Erlebnispädagogisches Segeln, Schnorcheln und whalewatching in Kroatien. Auf' Schnorcheln im freuen sich die Schüler immer.

BLUEsocialVSION Kroatien-Action für Klassenfahrten 8. – 10. Klasse

Erlebnispädagogisches Segeln, Schnorcheln und whalewatching in Kroatien. Auf' Schnorcheln im freuen sich die Schüler immer.
Erlebnispädagogisches Schnorcheln in Kroatien

 

Bei frühzeitiger Planung lässt sich an der mit dem Umweltsiegel „Blaues Band“ ausgezeichneten Küste Kroatiens und um die berühmten Inseln Cres, Krk und Losinj in der Kvarner Bucht bis in den Süden des Kornati-Archipels in das „Revier der tausend Inseln“  unser beliebtestes Programm der Reihe BLAUES STUDIENFACHPROGRAMM MEERESBIOLOGIE OZEANOGRAPHIE ÖKOLOGIE mit den Aktionen whalewatching im Delphinschutzgebiet, Tierbeobachtung in Schutz – und Aufzuchtstationen für Meeresschildkröten und Gänsegeier, meeresbiologische Schnorchelgänge mit erlebnispädagogischen Segeltörns verbinden!

Delfin im Meer
Delfine in Freiheit zu sehen, ist nicht nur für Biologen ein unvergesslicher Eindruck. Es ist für alle Schülerinnen und Schüler ein Highlight auf Klassenfahrten ans Meer / Biologie-Kursfahrten mit Schwerpunkt Meeresbiologie. © Claudia Hautumm / PIXELIO

 

Diese einzigartige Verbindung aus Segeltörn und Naturabenteuer verbindet die Teilnehmer nicht nur über das hier gefragte sportliche Team-Play sondern auch über die unvergessliche Erfahrung so beeindruckende Tiere wie Delphine, Gänsegeier und Meeresschildkröten aus nächster Nähe zu erleben. Diese Mischung ist ideal und bewährt für Klassenfahrten 8.-10. Klasse.

Umweltpädagogik und Erlebnsipädagogik in unschlagbarer Verbindung – sichern Sie sich Ihren Termin für die Klassenfahrt 2013 jetzt !

Kontakt +49 (0)228-929 837 33 Aurelia e.V.-Anfrage-Formular.

Fachprogramme für Kroatiem-Istrien für ältere Schüler und Studierende (Oberstufe und Universität)

Für 10. Klasse, gymnasiale Oberstufe und Studentengruppen beachten Sie bitte unsere Programm-ModuleBLAUE STUDIENFACHPROGRAMME MEERESBIOLOGIE OZEANOGRAPHIE ÖKOLOGIE

Erlebnispädagogik, Kunst und Umweltpädagogik in der TOSKANA

BLUEsocialVISION und BLUart Klassenfahrten-Programm Toskana / Italien für 8. – 10 . Klasse

Dieses BLUEsocialVISION und BLUart Klassenfahrten-Programm beinhaltet alle Möglichkeiten, die das beliebteste Klassenfahrtenziel deutscher Schulen bietet: Sie besichtigen mit den Aurelia Stadtrallyes die Kunstmetropolen Florenz und Siena und zeigen z.B., dass der Schiefe Turm von Pisa „echt schräg“ ist.

Schiefer Turm von Pisa - Klassenfahhrten Italien
Schiefer Turm von Pisa

BLUEsocialVISION – Umweltpädagogik und Kultur

Wir erleben in der Toskana außerdem eine einzigartige Tier- und Pflanzenvielfalt während einer umweltpädagogisch-geführten  Kanutour durch Fluss- und Seenlandschaften des Massaciuccolli-Naturschutzgebietes, führen während eines Optik-workshops im Leonardo-da-Vinci-Museum  in die Geheimnisse von Wahrnehmung und optischer Täuschung ein, probieren typisch italienische Spezialitäten aus Bio-Produktion, beobachten Bildhauer in ihren Ateliers bei der Bearbeitung von Marmor, Alabaster und Speckstein aus der Region Toskana.

Klassenfahrten-Programm Kunst
Die Toskana ist mit der Kunst so eng verknüpft wie Umweltpädagogik mit der Natur.

BLUEart in der Toskana – Lerneinheit Kunst für Schüler / innen

Wer sich im Malen, Zeichnen oder der Herstellung von Farb-Pigmenten ausprobieren möchte, hat bei Teilnahme unserer Kunst-workshops in der Toskana / Italien hierzu Gelegenheit – alle Stilrichtungen von klassischer Landschaftsmalerei bis modern art.

BLUEsocialVISION – Erlebnispädagogik auf Klassenfahrten

Ein besonderes Erlebnis ist gerade für Teilnehmer der Klassenstufen 8 bis 10 auch die Verbindung aus Kultur- , Natur- und Freizeitangebot mit unseren neuen Erlebnispädagogik-outdoor-Programmen mitten in toskanischer Landschaft: Unser Partner ist Dipl.-Landschaftsökologe, Erlebnispädagoge, Team- & Outdoortrainer (Zertifiziert ERCA, DAV) – die Gruppen können wählen aus verschiedenen Teamaufgaben, Kistenkletter, Abseilaktionen, Schluchtenklettern, Leitersprung, Teamarbeit beim Moorpfad, Reitausflüge am StrandWildnis-Training, Nachtaktionen, Geocaching und BLUEWORK- volunteering Einsätze in Natuschutzgebieten und Nationalparks! Outdoor-Abenteuer in der Toskanaunser beliebtestes Italien-Klassenfahrtenprogramm für 8. bis 10. Klassen!

Impressionen aus der Toskana

Mit Dank für die freundliche Zur-Verfügung-Stellung an die Italienische Zentrale für Tourismus ENIT zeigen wir Ihnen hier, wie schön, abwechslungsreich und reizvoll die Toskana ist. Viva Italia!

 

Aurelia e.V. Lesetipps zu Italien und zur Erlebnispädagogik

Weitere Infos und Anfragen

Kontakt +49 (0)228-929 837 33 Aurelia e.V.-Anfrage-Formular.

Wildkatzen im Kottenforst

„Auf leisen Pfoten durch den Wald“

Mit großer Freude habe ich diesen Artikel mit Fotos von den Wildkatzen im Bonner General-Anzeiger gelesen.

Diese scheuen, schönen und schlauen Tiere waren bei uns seit Ende des 18. Jahrhunderts ausgerottet – und nun sind sie bei uns wieder heimisch.
Wie Forstdirektor Uwe Schlömerich, Leiter des Regionalforstamtes, durch intensive Forschung – er ahnte es schon einige zeitlang – feststelle, leben bereits 11 Wildkatzen im Kottenforst. Der Bund für Umwelt und Naturschutz  Deutschland (BUND), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), sowie das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft arbeiten  intensiv an der bundesweiten Forschungsstudie „Wildkatzensprung“ zusammen.

Die Wildkatzen lieben Mischwälder

„Die Wildkatze ist ein Sympathieträger für den deutschen Naturschutz“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. Diese  Waldmiezen lieben Mischwälder, wo sie sich im urwüchsigen Dickicht verstecken können, wie auch andere scheue Waldbewohner, z.B. Luchse, Baummarder und Haselmaus. Menschliche Nähe meidet die Waldkatze, sie ist ein Einzelgänger mit einem, dem Hund überlegenen Geruchssinn. Leider können wir ihr höchst selten begegnen, denn tagsüber schläft sie und wenns dunkel wird, geht sie auf die Jagd; am besten schmecken ihr Mäuse aller Art.

Aber unsere neue, scheue Waldbewohnerin hat auch Feinde – die intensive Land- und Forstwirtschaft.

Der BUND und das BfN stellte Millionen zur Verfügung, um bundesweit 50 m breite Passagen für Waldkorridore
aus Bäumen und Büschen anzupflanzen. 20.000 Km sollen isolierte Waldgebiete miteinander verbinden.

„Horst Becker, Staatssekretär im NRW Umweltministerium, kündigte an, dass künftig die Waldbewirtschaftung
und auch die Jagdinteressen an die Erfordernisse des Wildkatzenschutzes angepasst werden“.
„In NRW kommen 40.000 Pflanzen- und Tierarten vor. Die Hälfte davon stehen auf der Roten Liste und sind vom
Aussterben bedroht. Wenn wir jetzt nicht einschreiten, löschen wir die Festplatte der Natur“.

 

Schneebedeckte Bäume
Schneebedeckte Bäume.

Wenn in diesem Winter der nächste Schnee fällt – diese weiße Decke – der frisch gefallene Schnee – den man auch den Verräter nennt, weil man alle Spuren sieht – würde ich mich freuen, wenn mich bei meinen ausgedehnten Waldspaziergängen eine Spur zum Versteck einer Waldmieze führen würde.

[Quelle: GENERAL-ANZEIGER Bonn Nr. 18 – 20..11.2012/D]

Info zur Wildkatze

Schon länger nicht mehr ist der Wildkatzenbestand durch die Jägerei bedroht. Das war lange Zeit so, weil die Wildkatzen mit verwilderten Hauskatzen verwechselt und abgeschossen wurden. Die Hauskatze stammt allerdings nicht von der Europäischen Wildkatze ab. Die Wildkatze ist eine eigene Art in der Familie der Katzen.

[Quelle: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Wildkatze]

Zum Weiterlesen über Wildkatzen: Der Luchs ist wieder da!

Die Redaktion Aurelia e.V. schreibt über „Die größte Wildkatze Europas in unseren Wäldern„.

Kostenfreie Anfrage Studienfachprogramm WALDÖKOLOGIE (Abi-Thema 2018)

Anfrage

„Und täglich grüßt das Murmeltier“

….unsere possierlichen Bergfreunde!

Viel gutes Zureden brauchte es, bis ich mich dazu überreden liess, mit der Gondel entlang der steilen Felsenwand auf das Karwendel hoch zu fahren. Die Knie zitterten mir noch, als ich endlich oben war und mich abseits auf einen grossen Stein setzte. Allmählich konnte ich die traumhafte Aussicht geniessen. Weit unter mir Mittenwald, das Leutaschtal, Seefeld und die grandiose Bergwelt rundum bleiben mir unvergesslich.

Doch plötzlich erschreckte mich ein greller Pfiff, ein katzengrosses Murmeltier kratzte die Kurve, Sand flog durch die Luft und Murmele verschwand blitzschnell im Erdloch. Wie gern hätte ich das Murmeltier eine Weile beobachtet, doch ich werde mich auch weiterhin an schönen Natur- und Tierfilmen aus den Bergen erfreuen.

Das Murmeltier knabbert.
Im Engadin / Val Müstair und in Garmisch-Patenkrchen findet man auch Murmeltiere. © Kress / pixelio.de

[important]Warum rühren die Murmeltiere uns so sehr an? – Lesen Sie dazu den Beitrag der Redaktion Aurelia e.V. „Kindchenschema im Tierreich “ auf BLUE-social-VISION – Verhaltensforschung, Soziales Lernen, Engagement .[/important]

Die flinken, scheuen Tiere leben in Alpenregionen oberhalb der Baumgrenze

Und wenn Eis und Schnee die Berge bedecken, dann schlafen die Murmele, ungefähr 8 – 9 Monate, in Gruppen bis zu 20 Tieren. Ihr Winterbau liegt ca. 7 Meter unter der Erdoberfläche und ist mit viel Heu warm ausgelegt. Die Höhleneingänge werden mit Lehm und Steinen verrammelt.

Im Frühling, wenn die wärmenden Sonnenstrahlen zum Winterquartier durchdringen – wenn Eis und Schnee getaut sind, dann geht’s raus ans Licht. Ein grosses Begrüssungsritual findet statt mit Nasenstupsen, Streicheln und Wiedersehensfreude nach der langen, dunklen Nacht, tief in der Erde.

Das Murmeltier beim klettern in den Bergen
Artenschutz für das Murmeltier © Joujou / pixelio.de

Aber dann geht’s schnell an die Arbeit, Höhlen und Gänge werden gesäubert, der weniger tiefe Sommerbau wird hergerichtet, denn die Paarungszeit der Murmelis hat begonnen. Einer aus der Gruppe muss immer Wache schieben. Auf einer Anhöhe, auf den Hinterbeinen stehend, wird laut gepfiffen, wenn er Feinde erspäht. Dazu zählen vor allem grosse Raumvögel und Füchse, die ihren Hunger gern mit Murmeltieren stillen.

Der Sommer ist sehr kurz für die munteren Gesellen, und für den langen Winter muss mit Alpenkräutern und Gräsern eine dicke Fettschicht angefuttert werden. Auch wird fleissig Gras gerupft und in der Sonne getrocknet, das Heu wird für ein warmes Bett in den Winterbau gebracht.
Nach langen, dunklen Monaten träumen sie nun der nächsten, warmen Frühlingssonne entgegen.

Quellen: 

  • Daten-Quelle: HÖRZU v. 12.10.2012 – Walter Karpf/D
  • Bildquelle Kopfbild dieser Seite – das Murmeltier:  © Martin Schemm  / pixelio.de
  • Überschrift: Zitat auf dem gleichnamigen Film s. Wikipedia

Massentierhaltung und Biosprit-Irrsinn

„Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch!“

Mit diesem patentierten Markenzeichen rühmt sich die deutsche Ernährungsindustrie für höchste Qualität ihrer Agrarprodukte aus deutschen Regionen; – was für ein Hohn – !

Geflügel Massentierhaltung
Massentierhaltung von Geflügel kann noch viel schlimmer aussehen… Am Welternährungstag will Aurelia e.V. zum Umdenken anregen. © Uschi Dreiucker / pixelio.de

Deutsche Landwirte mästen in ihren industriellen Massentierhaltungen und Viehaufzuchtbetrieben Schweine, Rinder und Hühner nur noch zu 20% mit Futter, das auf Äckern der EU erwirtschaftet wurde; 80% der Futtermittel werden importiert. Der Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie Deutschlands gab bekannt, dass in 2011 35 Millionen Tonnen Sojaprodukte aus südamerikanischen Staaten eingeführt wurden.

Allein in Paraguay werden von Grossfarmern über 70% der Agrarflächen für den Export bebaut – und den Einwohnern fehlt Land, um Nahrung für sich selbst anbauen zu können.

[notice]Wie Misereor, das weltweite Hilfswerk der kath. Kirche berichtet, werden für Futterpflanzen die brasilianische Waldsavanne, argentinische Nebelwälder und der atlantische Regenwald gerodet.[/notice]

Weltweit tätige Agrarkonzerne kaufen in Asien, Afrika, Südamerika wertvolles Ackerland und bepflanzen es Palmöl-Bäumen und erstellen riesige Zuckerrohr-Plantagen. Hiervon soll Biosprit E10 erzeugt werden – ohne jegliche Rücksicht auf Mensch und Klima!

„Wer Energiepflanzen sät, erntet Hunger. Stoppen wir E10!“ [Greenpeace]

E10 ist der moderne Bio-Sprit seit 2011
E10 ist der umstrittene Bio-Sprit zur PKW Betankung. © Gerd Altmann / pixelio.de

Wie Greenpeace berichtet, wird weniger als die Hälfte des angebauten Getreides von Menschen verzehrt, der Grossteil wandert als Futtermittel in die Massentierhaltung.

Auch der WWF warnt vor dem ständig wachsenden Fleischverbrauch, geht er doch zu Lasten vieler Menschen und unserer Umwelt – die ökologischen Folgen sind verheerend.

Der für das Hilfswerk Misereor zuständige Bischof, Werner Thissen, fordert von der Politik, Regeln und Anreize zu schaffen,“die zur Abkehr der industriellen Massentierhaltung führen“.

[notice]Heute, am 16. Oktober, ist Welternährungstag und ein willkommener Anlass, über unser Konsumverhalten nachzudenken.[/notice]

Quellen:

  • Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.10.2012
  • Bonner GENERAL-ANZEIGER vom 16.10.2011
  • GREENPEACE-Leserbrief vom 11.10.2012/D
  • Link zum Welternährungstag: https://www.fao.org/getinvolved/worldfoodday/en/
  • Bild im Kopf der Seite; Regenwald: © Cornerstone  / pixelio.de

Lesen Sie hierzu auch Artikel weitere der Redaktion Aurelia e.V aus den Kategorien ArtenschutzMeeresbiologieNachhaltigkeitNaturschutzNaturwissenschaftenUmweltpädagogik:

Tier- und Umweltschutz im Sinne der Nachhaltigkeit

Um Nachhaltigkeit zum Schutze der Tiere und der Umwelt zu erzielen, erstellt Aurelia e.V. neben den Redaktionsbeiträgen zum Thema auch Klassenfahrten-Fachprogramme für ökologische Bildung / Umweltbildung. Wenn Sie eine umweltpädagogische Klassenfahrt planen oder ein biologisches Fachprogramm für die Kursfahrt mit Ihrem Biologie-Leistungskurs planen, sprechen Sie uns gerne an. >> Kontakt-Formular

 

Fischfang in den Weltmeeren

Fisch - Sardinen

Sind unsere Fische durch Raubbau in Gefahr?

Überfischte Meere, oft gebrauchte Worte, was stellt man sich eigentlich darunter vor? Sie bedeuten lediglich, dass wir mehr aus dem Meer herausholen, als nachwachsen kann. Natürlich ist Fisch für unsere Gesundheit sehr nützlich, aber wir sollten uns auch einmal mit den verschiedenen Fischfangmethoden, und ebenso mit den unterschiedlichen Fischarten befassen. Als erstes wäre da der Fang mit Netzen, bei dem leider ein großer Teil des Fanges als „Beifang“, den man nicht braucht wieder über Bord geht, was er meistens nicht überlebt. Als Beispiel folgendes: Um ein Kilo Fisch auf den Markt zu bringen, fallen etwa sechs Kilo Beifang an. Bei den Shrimps, den sogenannten Edelfischen, wären es dann bis zu 20 Kilo die ins Meer zurück kämen, ohne vielleicht weiter leben zu können!

Schwere Schäden mit erheblichen Zerstörungen auf dem Meeresboden entstehen, wenn zum Beispiel Grundschleppnetze zum Einsatz kommen. Das Fischen mit Reusen gilt allerdings als unbedenklich.
Fischfangmethoden

Es ist zwar von Brüssel aus geregelt, welches Land wieviel Fisch fangen darf, aber sind Politiker dafür überhaupt kompetent genug? Die Empfehlungen der Experten werden allerdings meistens deutlich überschritten.

Es stellt sich hier die Frage, sind Fischfarmen eine Alternative? Aus Aquakulturen stammt inzwischen fast jeder zweite Fisch. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass nämlich 15 % der aus dem Meer geholten Fische als Futter in den Farmen landen.

Voll im Trend: Fischstäbchen, Fischburger und jetzt auch Sushi

Dass Thunfisch mageres Fleisch hat und gut schmeckt weiß man, aber wahrscheinlich nicht, dass man, will man einen Thunfisch um ein Kilo schwerer werden lassen, mindestens bis zu 22 Kilo Heringe, Sardinen oder Anchovis benötigt. Da der rote Thunfisch für Sushi total beliebt ist, ist er in Teilen des Mittelmeeres bereits vom Aussterben bedroht. Auch um den Aal steht es nicht besser. Diese Fische gehören also erst mal nicht auf den Tisch. Hering aus dem Nordostatlantik ist jedoch noch reichlich vorhanden, er gilt zum Verzehr als unbedenklich, ebenfalls gesund und schmackhaft und außerdem auf vielfältige Art zu genießen.

Wenn man bedenkt, dass weltweit ca. 154 Millionen Tonnen Fisch aus dem Meer geholt werden und dadurch 30 % der Bestände als überfischt gelten, sollten wir wirklich überlegen, welchen Fisch  wie essen und wie oft wir ihn verspeisen. Fisch ist sehr gesund, aber wir sind gut beraten, ihn ganz bewusst zu genießen, also nicht als alltägliche Delikatesse!

Wenn unsere Meere nicht mehr im Gleichgewicht sind, hat das – wie wir alle wissen – für uns Menschen entscheidende Bedeutung. Vergessen wir nicht, auch wir sind einst aus dem Meer gekommen und wir haben die Pflicht, unsere Ozeane gesund zu erhalten.

Im Rahmen unserer „Blauen FachprogrammeMeeresbiologie finden Sie viele Möglichkeiten, den Schülern dieses Thema näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren, denn was man in der Jugend lernt und begreift, wird man meist im späteren Leben auch nicht vergessen. Auch das ist Nachhaltigkeit!

[Quelle: HÖRZU vom 21.09.2012, Fischgefahr, Kai Riedemann, Seite 22]

Wieviel Fisch braucht der Mensch eigentlich?

Fisch enthält Omega 3-Fettsäuren, Jod, Selen und Phosphor sowie Vitamin D, das wir Menschen zur Bildung starker Knochen benötigen, aus diesem Grund empfehlen Ärzte und Ernährungswissenschaftler, zweimal wöchentlich Fisch zu essen. Doch brauchen wir wirklich so viel Fisch?

Aus unseren Meeren werden pro Jahr 92 Mio. Tonnen Fisch gefangen,  33 Mio. Tonnen Fische werden als Futter für Zuchtfische verwendet. Nach Angaben von fairfisch.ch haben wir einen jährlichen Verbrauch von 17 kg Fisch pro Mensch. Nach Informationen von fairfish.ch, ebenso nach Aussagen von www.tier-im-focus.ch, genügt der einmalige Verzehr von Fisch im Monat. Infos zu den Gütesiegeln und Ökolabel für nachhaltigen Fischfang finden hier: https://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2012/1002/010_fisch_2.jsp

Beachten Sie bitte auch unseren Beitrag

Fische nur noch aus Fischzuchtbetrieben? – Nachhaltigkeit geht anders… “Leere Meere – volle Teller……”

aus den Kategorien ArtenschutzMeeresbiologieNachhaltigkeitNaturschutzNaturwissenschaftenUmweltpädagogik.

[Redaktion Aurelia e.V. ]

 

Naturstiftung David – Retter der Feuersalamander

Salamander Lurchi

Termin mit Lurchi!

„Salamander sind gemütlich und friedlich“, sagt Biologe Dr. D. Conrady, Projektleiter der Naturstiftung David.

Vor vielen Jahren war uns das Kinderbuch „Lurchi“ vom Schuhhaus Salamander wohlbekannt und bei Kindern überaus beliebt.
Bis vor kurzer Zeit konnte man bei Spaziergängen an Bachläufen, in feuchten Auen oder im Schatten von Laubbäumen den ca. 20 cm. grossen,schwarzglänzenden und gelbgefleckten Feuersalamender entdecken.

Man freute sich, wenn man so einen Lurchi traf, ohne Scheu und mit grossen Kulleraugen schaute er uns an. Es heisst, dass er – wie alle Amphibien – bei Gefahr bis zu einem Meter weit Gift verspritzen könne. „Aber das kommt selten vor. Und von uns Menschen fühlen sie sich nicht bedroht“, sagt der Experte „Entgegen ihrem Ruf sind Feuersalamander friedliche, langsame, gemütliche Gesellen“.
Mit ihrem gelbgefleckten Warnkleid wollen sie Feinde, wie Marder und Greifvögel abschrecken.

Salamander Lurchi
Salamander – vom gleichnamigen Schuhgeschäft. Vorlage war der Feuersalamander, auch Lurch genannt.

Salamander sind tagsüber in ihren sonnengeschützten Verstecken, in Erdlöchern, unter Steinen oder unter schattigen Laubbäumen; „denn in der Sonne würden sie austrocknen“, sagt Dr. Conrady. Am wohlsten fühlen sie sich bei Regenwetter – daher werden sie auch in manchen Gegenden Regenmolli oder Regenmännchen genannt.

Zur Morgen- und Abendstunde geht Lurchi spazieren – und nachts auf Futtersuche. Insekten fängt er mit seiner langen Zunge, auch Schnecken schmecken ihm, doch sein Lieblinggericht sind Regenwürmer – aber wo gibt es heute noch Regenwürmer? Nach einem warmen Sommerregen auf dem Lande waren noch vor einigen Jahren Wege und Strassen voll von Regenwürmern. Bei meinen Wanderungen durch Wald und Feld habe ich dieses Jahr noch keinen einzigen gesehen.
Ist es auch eine Folge der intensiven Landwirtschaft, dass Lurchi Hungers sterben muss?, wie bereits Bienen und Hummeln, weil Felder und Wiesen ohne Blumen sind – trostlose, eintönige Fluren, nicht mal die resistente Distel wächst auf den Äckern und das alles grösstenteils wegen dem Getreideanbau für  Biosprit!

Der Bestand von Salamandern schrumpft ständig, in manchen Gegenden ist er bereits ausgestorben

Doch nun gibt es Hoffnung! Im Thüringr Wald, im Bereich der Quellgebiete von Ilm und Gera leitet Dr. Conradey in Zusammenarbeit mit Forstbehörden mehrere Projekte, die zur Erholung von Feuersalamandern führen sollen.
So werden zementierte Uferbefestigungen entfernt und dem Bach seinen natürlichen Wasserlauf zurückgegeben. Weiden und Erlen sollen wieder an den Ufern wachsen und Steine ins Wasserbett gelegt, denn sie geben dem Bachlauf das Murmeln. So entstehen Ruhezonen für den Salamandernachwuchs – die Larven können fast zu hundert Prozent überleben! Auch der Fichtenwald mit seinem trockenen Boden wird ersetzt durch Laubwald, Eschen, Buchen und Ahorn wird gepflanzt.

Die Projekte der Naturstiftung David von Dr. Conrady erzielen große Aufmerksamkeit. Verschiedene Bundesländer sind sehr interessiert und wollen Lurchi, den Feuersalamander retten.

[Quelle: HÖRZU Nr. 32, v. 03.08.2012/ D.Weychardt/D]

Erfolg im Artenschutz

Deutschlands Auen immer beliebter bei Wasser- und Zugvögeln!

Wie schön, dass wieder zunehmend viele Wasservögel und andere Vogelarten ihre Rast- und Winterquartiere in Deutschlands Auen und Naturschutzgebieten finden. Das haben aktuelle Zählungen von Ornithologen ergeben. Die Schutzmassnahmen für bedrohte Vogelarten, vor allem aber die Einschränkung der Jagd, tragen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei, erklärte die Präsidentin des Bundesamtes für den Naturschutz, Beate Issel. Auch milden Winter, infolge des Klimawandels, führen dazu, dass viele Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne sich bei uns wieder wohl fühlen. Bis zu 15 Millionen Wasservögel rasten während ihres Frühjahrs- und Herbstzuges in den ca. 3000 Feuchtgebieten in Deutschland.

Auch der stolze und schöne Kranich – Wappenvogel unserer Lufthansa – soll sich stark vermehrt haben. In grossen Höhen, immer ein Leitvogel voraus, fliegen sie mit lautem Geschrei – man hört sie, bevor man sie sieht – in Formation über Wald und Feld.
Ich konnte im letzten Jahr beobachten, wie sich eine grosse Schar Kraniche für eine kurze Rast auf einem Acker niederliessen und hungrig die junge Saat pickten.
Von der vorbeigehenden Spaziergängerin nahmen keine Notitz.

Artenschutz für die Zugvögel – auch wenn’s schwerfällt

Manchmal gefällt es den Vögeln so gut, dass sie sich Zeit lassen für ihren Weiterflug zu ihren Brutplätzen im hohen Norden. Auf der Insel Borkum herrschte dieses Frühjahr einige Aufregung:“die Nonnengänse sind immer noch da“, hiess es im Hotel. Neugierig geworden erfuhr ich, dass jedes Jahr um diese Zeit hunderte von Nonnengänsen auf den nahe gelegenen grossen Pferdekoppeln ein paar Tage Rast machten, bevor sie, vom einen Ende der Welt kommend, ihren Flug in nördliche Länder fortsetzten. Und nun waren diese wunderschönen, weissen Gänse mit ihren schwarzen Hälsen schon fast zwei Wochen da. Man läß sie  – auch das ist Artenschutz  – obwohl im benachbarten Pferdehof die Frühlingssonne durch die Stallfenster schien. Die Pferde scharrten unruhig mit den Hufen, sie wollten endlich raus auf die grünen Wiesen und der Bauer blickte böse zu den Gänsen hinüber….
Wie`s ausging werde ich beim nächsten Borkum-Urlaub erfahren.

[Datenquelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 161, Seite 13 – 13.07.2012]

Klassenfahrten MUSCHELSUCHER Programme zu Artenschutz

Aurelia-Logo mit Vogel
Klassenfahrten Fachprogramm Vogelkunde (Ornithologie)
Info: 0228-92983733

Um Jugendliche frühzeitig für die verschieden Tierarten zu begeistern und für die Relevamz ihres Erhaltes zu sensibilisieren, erstellt Aurelia e.V. Umweltpädagogik-Fachprogramme, die sogenannten MUSCHELSUCHER Programme ab 5. Klasse.

Umweltpädagogische Klassenfahrten MUSCHELSUCHER Programme für Natur- und Artenschutz gibt es schon für junge Schüler beispielsweise am Bodensee, an der Ostsee oder an der Nordseeküste und auch auf Sylt.

Fordern Sie hier kostenfrei weitere Infos an: Feedback-Formular

 

Australien und seine Koala-Bären

Die Rodung der Wälder bringt die niedlichen Beuteltiere in Gefahr!

Seit ewigen Zeiten, schon als Australien nur von den Aborigines, seinen Ureinwohnern, besiedelt war, gibt es dort die Koala-Bären. Viele, viele Jahre  haben diese possierlichen Tierchen dort ein friedliches Leben führen können. Eukalyptusbäume, ihre einzige Nahrung, waren dort im Überfluß vorhanden. Leider hat sich dieses paradiesische Leben extrem verändert. Australien hat seither immer mehr Menschen aufnehmen müssen. Es wurde immer mehr Land verbaut, wozu die Eukalyptusbäume gnadenlos gefällt wurden. Wieder eine Spezies die betroffen ist, wenn es um die Abholzung ganzer Wälder geht!

Ist die Umsiedlung der Koalas mit dem Artenschutz vereinbar?

Speziell in die klimatisch begünstigten nördlichen und östlichen Küstenregionen des Landes zog es die Menschen – sehr zum Leid der friedlichen Beuteltiere, die dort ihre Heimat hatten und sich sehr schwer tun mit einer eventuellen Umsiedlung. Koalas sind so sehr mit ihrem Eukalyptus-Heimatbaum verbunden, daß sie im Falle einer Aussiedlung bis zu 30 – 40 Km wandern, um dorthin zurückzukommen!

Normalerweie bewegen sich Koala-Bären wenig. Sie schlafen 16-20 Stunden am Tag auf dem Baum; Das sind bis auf wenige Ausnahmen Eukalyptusbäume. Beim Rennen setzen die nachtaktiven Säugetirer beide Vorder- und beide Hinterbeine gleichzeitig auf und sind damit sicher bessere Kletterer als Läufer.

[Quelle und weitere Infos zu den Koala-Bären: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Koala]

Hilfe im Koala-Hospital

Viele Koalas irren heimat- und orientierungslos umher, fallen oft in Swimmungspools oder werden von Autos überfahren. Eine schlimme Entwicklung, die auch mit vielen Krankheiten der Bärchen einhergeht.

Seit einiger Zeit existiert jedoch auch ein „Koala-Hospital“, in dem einige Tiere, wenn sie Glück haben, dann landen. Freiwillige Helfer sammeln verletzte Tiere rund um die Küstenstadt per Ambulanzwagen auf und fahren sie direkt in diese Klinik. Ein sehr guter Anfang, um den Leiden der Koalas beizukommen! Dafür braucht das Hospital natürlich eine Menge Geld, daS erstmal beschafft werden muß!

Pro Jahr sterben etwa 4000 Stadtkoalas, was allerdings 4000 zu viele sind, will man, daß diese sympatischenTierchen irgendwann nicht wirklich aussterben!

Warum sprechen und die Koala-Bären so sehr an und rühren unser Herz? – Lesen Sie dazu den Beitrag der Redaktion Aurelia e.V. „Kindchenschema im Tierreich “ auf BLUE-social-VISION – Verhaltensforschung, Soziales Lernen, Engagement .

Die Aborigines, die erwähnten Ureinwohner Australiens, glauben fest daran, daß die Koalas in der uralten „Traumzeit“ ihrer Ahnen entstanden und daß sie wichtige Tiere der Schöpfung sind.

Für ganz Australien sind diese beliebten und niedlichen Tiere eine Art Wahrzeichen; sie gelten neben den Kängurus als einzigartiger Reichtum des Kontinents.

Wir alle sind aufgerufen, diesen wundervollen, friedlichen und putzigen Gesellen beim Überleben zu helfen, wir sind es ihnen schuldig!
Unsere Erde hat so viel verschiedenes Leben hervorgebracht, und jedes Wesen hat ein Recht auf ein Dasein, das von uns Menschen – da wir ja die Macht auf der Erde übernommen haben – geschützt werden muß!

[Quelle: HÖRZU vom 15.06.2012 „Koalas in Gefahr“ von Silke Pfersdorf]

Erziehung zur Nachhaltigkeit durch Blaue Klassenfahrten-Fachprogramme für Ökologie

Zu den Themen Natur- und Tierschutz sowie ökologischer Bildung entwickelt Aurelia e.V. entsprechende Fachprogramme für Studienklassenfahrten für das Alter ab 12-16 Jahren, die sogenannten MUSCHELSUCHER-Programme. Eine Möglichkeit Jugendliche für den Schutz unseres Blauen Planeten zu begeistern, sind die BLUEWORK-volunteering Freiwilligen-Einsätze, die wir für Projekttage -wochen und Klassenreisen / Klassenfahrten organisieren und in ein umweltpädagogisches Gesamt-Programm integrieren.

Erfahren Sie mehr darüber in unserem neuen Blog:

BLUEWORK-volunteering – Aktion für Erlebnispädagogik und Nachhaltigkeit

 

Mehr Beiträge der Redaktion Aurelia e.V. zu den Themen

Aurelia e.V. für ökologische Bildung - der Blaue Planet
Der Blaue Planet braucht unseren Schutz. Tel.: 0049 (0)228-929 837 33

Wo bleiben denn die Milane?

Der Ornithologe Jens Bruns sorgt sich um den Magier der Lüfte

Der Ornithologe Jens Bruns – eigentlich von Beruf Geologe – fragt sich, wi denn die Milane bleiben,
denn seine ganze Freizeit gehört den Greifvögeln. Mit Begeisterung leitet er die Greifvogel-Arbeitsgemeinschaft der Ornithologengesellschaft. Sein besonderes Interesse gilt den Greifvögeln. Schon als zehnjähriger Junge, aus Kamen in NRW, kam er zum Vogelschutz, dabei gehörte seine ganze Liebe dem wunderschönen Rotmilan, auch Gabelweihe genannt, mit seinem rotbraun schimmerden Federkleid.

Wenn dieser große, faszinierende Greifvogel mit 1,50 m Spannweite, den langen, außeinander gespreitzten Flügelspitzen und dem großen, gegabelten Schwanz in den Himmel steigt und elegant seine Kreise zieht, nennt man ihn auch den Magier der Lüfte.

Der Vogelkundler Jens Bruns, stapft mehrmals jährlich in seiner Freizeit bis zu 130 Quadratkilometer durch die Wälder seiner Heimat.
Er kennt dort jeden Baum und jedes große Vogelnest. Wieder auf der Suche nach bekannten Brutplätzen und ihren Bewohnern meint er traurig: kein einziger Milan ist in den Nestern der hohen Baumkronen zu sehen; dabei müßte es ihm doch gut gehen – wir haben ein Mäusejahr- daher Futter in Massen.

Tatsache ist, daß seit Jahren der Bestand des Rotmilans – dem Segler der Lüfte – ständig zurück geht

Deshalb wurde dieses Jahr erstmalig zur bundesweiten Bestandsaufnahme des Rotmilans aufgerufen. Die Brutplätze sollen kartiert werden. Jens Bruns unterstützt und beteiligt sich an dieser aufwendigen Arbeit.

Raubvogel Milan zu Besuch

Wie der junge Jens Bruns aus NRW habe auch ich in diesem Alter den Milan beobachtet, aber aus einem anderen Grund – ich mußte ihn verscheuchen…
Während des Krieges habe ich auf einem großen Gehöft im schwäbischen Oberland, nur umgeben von Wald und Wiesen, im Frühling die neugeschlüpften, gelbleuchtenden Küken in einem großen umzäunten Streuobstgarten gehütet. Doch dieser Idylle drohte immer Gefahr, und zwar von oben. Die Greifvögel aus dem nahen Wald – Habichte, Bussarde und auch der schöne Milan kreisten hungrig über meinen Schützlingen. Ich mußte die Raubvögel vertreiben, zunächst mit Händeklatschen, doch bald hatte ich mehr Angst vor den großen, schlauen Vögeln, als sie vor mir.Also bekam ich eine Kuhglocke zum Leuten, zum Schuß einen Stock und einen alten Eimer zum Draufhauen – nur der Habicht war manchmal sehr hartnäckig. Auch im Herbst beim Kühe hüten beobachtete ich einen Milan wie er im Sturzflug eine Maus schnappte und verspeiste.

Heute haben diese großen, schönen Greifvögel andere Feinde: die Windräder und die intensive Landwirtswchaft machen ihnen das (Über)-Leben schwer.

Kartierung von Greifvögeln

„Greifvögel-Interessierte können bei der Kartierung helfen: jens_bruns@gmx.de“, sagt Andreas Fasel in der WELT AM SONNTAG.

 

[Quelle der Fakten über die Milane: WELT AM SONNTAG NR:17, Andreas Fasel, „Ein rätselhafter Jäger“]

Lesetipp der Redaktion Aurelia e.V. zu Vogelkunde

Deutschland – wild- und artenreich

Lesen Sie Spannendes über die Kraniche!

5 Tage Fachprogramm Portugal Klassenfahrten

Fachprogramme für Geschichte, Nautik, Biologie und Geographie an der Algarve in Portugal.
Biologie in Naturschutzgebieten der Algarve / Atlantik / Portugal. Hier kann man auch Kraniche beobachten.

Alle Vögel sind schon da….

Infos und Fachprogramm Ornithologie (Vogelkunde).

Umweltpädagogische Exkursion ins UNESCO Biosphärenreservat

Nachhaltigkeitsprojekt Kranichschutz am Schaalsee

Studienklassenfahrten Fachprogramm Ornithologie

Aurelia e.V. hat diverse Fachprogramme für Ornithologie (Vogelkunde) erstellt. Sprechen Sie uns an, auch wenn Sie an einer Exkursion in ein Vogelschutzgebiet oder einem Vortrag der Beringungszentrale interessiert sind. Gerne informieren wir Sie über schülergerechte  vogelkundliche Exkursionen im In- und Ausland für jede Alterstufe bis hin zu wissenschaftlichem Niveau.

Aurelia-Logo mit Vogel

Bei Interesse an ornithologischen Exkursionen  während Deutschland-Klassenreisen, Projekttagen oder Klassenfahrten ins Ausland zu Natur-, Tier- und Umweltschutz sprechen Sie uns gerne an: Aurelia e.V. Anfrageformular (bitte Thema Ornithologie angeben) oder Telefon: Kontakt