Wildkatzen im Kottenforst

„Auf leisen Pfoten durch den Wald“

Mit großer Freude habe ich diesen Artikel mit Fotos von den Wildkatzen im Bonner General-Anzeiger gelesen.

Diese scheuen, schönen und schlauen Tiere waren bei uns seit Ende des 18. Jahrhunderts ausgerottet – und nun sind sie bei uns wieder heimisch.
Wie Forstdirektor Uwe Schlömerich, Leiter des Regionalforstamtes, durch intensive Forschung – er ahnte es schon einige zeitlang – feststelle, leben bereits 11 Wildkatzen im Kottenforst. Der Bund für Umwelt und Naturschutz  Deutschland (BUND), das Bundesamt für Naturschutz (BfN), sowie das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft arbeiten  intensiv an der bundesweiten Forschungsstudie „Wildkatzensprung“ zusammen.

Die Wildkatzen lieben Mischwälder

„Die Wildkatze ist ein Sympathieträger für den deutschen Naturschutz“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. Diese  Waldmiezen lieben Mischwälder, wo sie sich im urwüchsigen Dickicht verstecken können, wie auch andere scheue Waldbewohner, z.B. Luchse, Baummarder und Haselmaus. Menschliche Nähe meidet die Waldkatze, sie ist ein Einzelgänger mit einem, dem Hund überlegenen Geruchssinn. Leider können wir ihr höchst selten begegnen, denn tagsüber schläft sie und wenns dunkel wird, geht sie auf die Jagd; am besten schmecken ihr Mäuse aller Art.

Aber unsere neue, scheue Waldbewohnerin hat auch Feinde – die intensive Land- und Forstwirtschaft.

Der BUND und das BfN stellte Millionen zur Verfügung, um bundesweit 50 m breite Passagen für Waldkorridore
aus Bäumen und Büschen anzupflanzen. 20.000 Km sollen isolierte Waldgebiete miteinander verbinden.

„Horst Becker, Staatssekretär im NRW Umweltministerium, kündigte an, dass künftig die Waldbewirtschaftung
und auch die Jagdinteressen an die Erfordernisse des Wildkatzenschutzes angepasst werden“.
„In NRW kommen 40.000 Pflanzen- und Tierarten vor. Die Hälfte davon stehen auf der Roten Liste und sind vom
Aussterben bedroht. Wenn wir jetzt nicht einschreiten, löschen wir die Festplatte der Natur“.

 

Schneebedeckte Bäume
Schneebedeckte Bäume.

Wenn in diesem Winter der nächste Schnee fällt – diese weiße Decke – der frisch gefallene Schnee – den man auch den Verräter nennt, weil man alle Spuren sieht – würde ich mich freuen, wenn mich bei meinen ausgedehnten Waldspaziergängen eine Spur zum Versteck einer Waldmieze führen würde.

[Quelle: GENERAL-ANZEIGER Bonn Nr. 18 – 20..11.2012/D]

Info zur Wildkatze

Schon länger nicht mehr ist der Wildkatzenbestand durch die Jägerei bedroht. Das war lange Zeit so, weil die Wildkatzen mit verwilderten Hauskatzen verwechselt und abgeschossen wurden. Die Hauskatze stammt allerdings nicht von der Europäischen Wildkatze ab. Die Wildkatze ist eine eigene Art in der Familie der Katzen.

[Quelle: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Wildkatze]

Zum Weiterlesen über Wildkatzen: Der Luchs ist wieder da!

Die Redaktion Aurelia e.V. schreibt über „Die größte Wildkatze Europas in unseren Wäldern„.

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Mischwälder – die besten Klimaschützer

Baumknospe -Waldidylle

„Oh Täler Weit, oh Höhen, oh schöner grüner Wald…“ [Joseph Freiherr von Eichendorff]

Vor Jahrzehnten von vielen Chören mit Inbrunst gesungen, frage ich mich heute, ob man Jahrzehnte nach uns, auch noch vom wunderschönen Wald singen kann.

Baumknospe -Waldidylle
Baumknospe. Für Glücksmomente muß man beim Reisen und während Waldspaziergängen die Augen offen haben.

Ein Waldspaziergang, bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit, ist Balsam für die Seele und der Wald eine Oase der Ruhe für gestresste Menschen.
Nur im naturbelassenen Mischwald zeigt uns der „Kreislauf der Natur„, seine faszinierende Schönheit. Ehrfurcht erfasst einen, wenn man die uralten Eichen, Buchen, Ulmen und viele andere mehr, mit ihren mächtigen Stämmen und riesengrossen Baumkronen sieht. Und in den wildbewachsenden, sonnigen Lichtungen sieht man z.Zt. die grossen Stauden des lilaleuchtenden Fingerhuts; im Spätsommer erfreuen uns die köstlichen Waldbeeren und Pilze.

Der Verlust alten Baumbestandes kann durch die Aufforstung mit schnellwachsenden Bäumen nicht ausgeglichen werden

Schon seit Jahren hört und liest man immer mehr vom Pflanzen schnellwachsender Bäume, wie Fichten und Kiefern – das heisst schnelles Geld – der Profit hat Einzug gehalten in unserem schönen Wald – und der Holzhandel blüht. Mischwälder mit altem Baumbestand – die besten Klimaschützer – werden in öde Einheitsforste umbearbeitet.
Das „creative Chaos der Natur“, der „wilde Wald“ muss dem langweiligen, aufgeräumten Wald weichen.
Was hat das wohl für Auswirkugen auf die Vogelwelt?

Kann es sein, dass Bäume nicht mehr alt werden dürfen? Uralte Laubwälder machen nur noch 3% der Waldflächen Deutschlands aus!

Das muss doch gestoppt werden! Aus diesem und einigen anderen Gründen bin ich Mitglied bei Greenpeace geworden.
Greenpeace kämpft für den „Urwald von morgen“.

[Quelle: Greenpeace e.V.Hamburg – 01/2012]

Hoffnung auf nachhaltige Sensibilisierung Jugendlicher für die Natur

…und Aurelia e.V. kämpft für altersgerechte Umwelterziehung und entwickelt in der Hoffnung auf nachaltige Sensibilisierung der Jugend Bildungsprogramme für Ökologie, Umwelt-, Natur- Meeres- und Artenschutz.

Mit dem Atem des Waldes – Aurelia e.V. Klassenfahrten-Programmentwicklung

In entspannter Klassenfahrten-Atmospäre kann wissenschaftlich angeleitet geforscht und gelernt werden. Wir entwickeln Fachprogramme für ökologische Bildung, die Waldspaziergänge mit Förstern beinhalten, Jugendliche können in Laboren und Insituten mikroskopieren und analysieren und in praktischer Arbeit in BLUEWORK volunteering Einsätzen aktiv am Biotop-Pflege-Maßnahmen teilnehmen. Damit haben die SchülerInnen die Möglichkeit sich für eine begrenzte Zeit aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Für Fragen zu unseren Blauen Studienprogrammen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Zum Weiterlesen andere Aurelia e.V.V Artikel zum Thema Wald, Natur– und Artenschutz:

Waldpädagogik für nachhaltigen Umwelt- und Artenschutz