Raubtiere in Deutschland

Begegnung mit einem Frechdachs

Bei herrlichem Sommerwetter spazierte ich an einem schönen, reifen Ährenfeld vorbei, aus dem ganz in der Nähe lautes Schnarchen zu hören war. Wer war denn das –  meine Neugier war geweckt, ich warf Steinchen und bewegte ein bisschen die Ähren. Plötzlich ein lautes Grunsen und unweit von mir rannte ein Dachs vorbei, er hatte wohl im warmen Stroh seinen Mittagsschlaf gehalten. Dick und rund, fast 70 bis 80 cm groß, flitzte er mit seinen kurzen Beinen in Richtung Wald.

Der Dachs – das Raubtier mit Wohnkultur

Und nun finde ich – zu meiner großen Freude – einen Artikel mit näheren Beschreibung über Leben und Treiben sowie ein Foto vom Dachs. Niedlich sieht er aus, mit seinem grau-weiß gestreiften Kopf und der kleinen Stupsnase, dabei zählt er zu Deutschlands großen Raubtieren – . Buddeln und Graben sind seine Lieblingsbeschäftigung. Des nachts ist er fleißig, er arbeitet unermüdlich an seinem Bau, mit seinen langen Krallen an den Vorderfüssen gräbt er für sich und seine Großfamilie – die Sippe kann über 30 Mitglieder zählen – in ca. 4 – 5 Metern Tiefe im Wald ein Höhlensystem – ein Labyrinth von Kammern und Gängen in ungeahntem Ausmass von mehreren hundert Metern. Die Schlafgruben werden mit wohlriechendem Heu und trockenen Blättern ausgestattet und nebst Frischluftröhren gibt es – weit abseits von den Eingängen – Toilettengruben.
Tagsüber schläft der Dachs in seinem Bau – wenn er nicht gerade im sommerlichen Ährenfeld schnarcht, oder er geht auf Futtersuche. Beeren und anderes Obst liebt er besonders, aber auch Kleingetier verachtet er nicht. Ein Dachs wird ca. 15 Jahre alt.

 

Wissenschaftler haben mit Licht und Kamera den Dachsbau erforscht und uns somit
Die Baumeisteer des Waldes“ bekannt gemacht.
Quelle: [„HÖRZU“ – Nr. 38 – Walter Karpf – D]

Dachse werden immer häufiger am Stadtrand und in städtischen Parkanlagen und stadtnahen Gartensiedlungen beobachtet. Fragen Sie nach Klassenfahrten-Fachprogrammen zu Urbaner Biodivertsität! Anfrage-Formular

„Und täglich grüßt das Murmeltier“

….unsere possierlichen Bergfreunde!

Viel gutes Zureden brauchte es, bis ich mich dazu überreden liess, mit der Gondel entlang der steilen Felsenwand auf das Karwendel hoch zu fahren. Die Knie zitterten mir noch, als ich endlich oben war und mich abseits auf einen grossen Stein setzte. Allmählich konnte ich die traumhafte Aussicht geniessen. Weit unter mir Mittenwald, das Leutaschtal, Seefeld und die grandiose Bergwelt rundum bleiben mir unvergesslich.

Doch plötzlich erschreckte mich ein greller Pfiff, ein katzengrosses Murmeltier kratzte die Kurve, Sand flog durch die Luft und Murmele verschwand blitzschnell im Erdloch. Wie gern hätte ich das Murmeltier eine Weile beobachtet, doch ich werde mich auch weiterhin an schönen Natur- und Tierfilmen aus den Bergen erfreuen.

Das Murmeltier knabbert.
Im Engadin / Val Müstair und in Garmisch-Patenkrchen findet man auch Murmeltiere. © Kress / pixelio.de

[important]Warum rühren die Murmeltiere uns so sehr an? – Lesen Sie dazu den Beitrag der Redaktion Aurelia e.V. „Kindchenschema im Tierreich “ auf BLUE-social-VISION – Verhaltensforschung, Soziales Lernen, Engagement .[/important]

Die flinken, scheuen Tiere leben in Alpenregionen oberhalb der Baumgrenze

Und wenn Eis und Schnee die Berge bedecken, dann schlafen die Murmele, ungefähr 8 – 9 Monate, in Gruppen bis zu 20 Tieren. Ihr Winterbau liegt ca. 7 Meter unter der Erdoberfläche und ist mit viel Heu warm ausgelegt. Die Höhleneingänge werden mit Lehm und Steinen verrammelt.

Im Frühling, wenn die wärmenden Sonnenstrahlen zum Winterquartier durchdringen – wenn Eis und Schnee getaut sind, dann geht’s raus ans Licht. Ein grosses Begrüssungsritual findet statt mit Nasenstupsen, Streicheln und Wiedersehensfreude nach der langen, dunklen Nacht, tief in der Erde.

Das Murmeltier beim klettern in den Bergen
Artenschutz für das Murmeltier © Joujou / pixelio.de

Aber dann geht’s schnell an die Arbeit, Höhlen und Gänge werden gesäubert, der weniger tiefe Sommerbau wird hergerichtet, denn die Paarungszeit der Murmelis hat begonnen. Einer aus der Gruppe muss immer Wache schieben. Auf einer Anhöhe, auf den Hinterbeinen stehend, wird laut gepfiffen, wenn er Feinde erspäht. Dazu zählen vor allem grosse Raumvögel und Füchse, die ihren Hunger gern mit Murmeltieren stillen.

Der Sommer ist sehr kurz für die munteren Gesellen, und für den langen Winter muss mit Alpenkräutern und Gräsern eine dicke Fettschicht angefuttert werden. Auch wird fleissig Gras gerupft und in der Sonne getrocknet, das Heu wird für ein warmes Bett in den Winterbau gebracht.
Nach langen, dunklen Monaten träumen sie nun der nächsten, warmen Frühlingssonne entgegen.

Quellen: 

  • Daten-Quelle: HÖRZU v. 12.10.2012 – Walter Karpf/D
  • Bildquelle Kopfbild dieser Seite – das Murmeltier:  © Martin Schemm  / pixelio.de
  • Überschrift: Zitat auf dem gleichnamigen Film s. Wikipedia

Fischfang in den Weltmeeren

Fisch - Sardinen

Sind unsere Fische durch Raubbau in Gefahr?

Überfischte Meere, oft gebrauchte Worte, was stellt man sich eigentlich darunter vor? Sie bedeuten lediglich, dass wir mehr aus dem Meer herausholen, als nachwachsen kann. Natürlich ist Fisch für unsere Gesundheit sehr nützlich, aber wir sollten uns auch einmal mit den verschiedenen Fischfangmethoden, und ebenso mit den unterschiedlichen Fischarten befassen. Als erstes wäre da der Fang mit Netzen, bei dem leider ein großer Teil des Fanges als „Beifang“, den man nicht braucht wieder über Bord geht, was er meistens nicht überlebt. Als Beispiel folgendes: Um ein Kilo Fisch auf den Markt zu bringen, fallen etwa sechs Kilo Beifang an. Bei den Shrimps, den sogenannten Edelfischen, wären es dann bis zu 20 Kilo die ins Meer zurück kämen, ohne vielleicht weiter leben zu können!

Schwere Schäden mit erheblichen Zerstörungen auf dem Meeresboden entstehen, wenn zum Beispiel Grundschleppnetze zum Einsatz kommen. Das Fischen mit Reusen gilt allerdings als unbedenklich.
Fischfangmethoden

Es ist zwar von Brüssel aus geregelt, welches Land wieviel Fisch fangen darf, aber sind Politiker dafür überhaupt kompetent genug? Die Empfehlungen der Experten werden allerdings meistens deutlich überschritten.

Es stellt sich hier die Frage, sind Fischfarmen eine Alternative? Aus Aquakulturen stammt inzwischen fast jeder zweite Fisch. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass nämlich 15 % der aus dem Meer geholten Fische als Futter in den Farmen landen.

Voll im Trend: Fischstäbchen, Fischburger und jetzt auch Sushi

Dass Thunfisch mageres Fleisch hat und gut schmeckt weiß man, aber wahrscheinlich nicht, dass man, will man einen Thunfisch um ein Kilo schwerer werden lassen, mindestens bis zu 22 Kilo Heringe, Sardinen oder Anchovis benötigt. Da der rote Thunfisch für Sushi total beliebt ist, ist er in Teilen des Mittelmeeres bereits vom Aussterben bedroht. Auch um den Aal steht es nicht besser. Diese Fische gehören also erst mal nicht auf den Tisch. Hering aus dem Nordostatlantik ist jedoch noch reichlich vorhanden, er gilt zum Verzehr als unbedenklich, ebenfalls gesund und schmackhaft und außerdem auf vielfältige Art zu genießen.

Wenn man bedenkt, dass weltweit ca. 154 Millionen Tonnen Fisch aus dem Meer geholt werden und dadurch 30 % der Bestände als überfischt gelten, sollten wir wirklich überlegen, welchen Fisch  wie essen und wie oft wir ihn verspeisen. Fisch ist sehr gesund, aber wir sind gut beraten, ihn ganz bewusst zu genießen, also nicht als alltägliche Delikatesse!

Wenn unsere Meere nicht mehr im Gleichgewicht sind, hat das – wie wir alle wissen – für uns Menschen entscheidende Bedeutung. Vergessen wir nicht, auch wir sind einst aus dem Meer gekommen und wir haben die Pflicht, unsere Ozeane gesund zu erhalten.

Im Rahmen unserer „Blauen FachprogrammeMeeresbiologie finden Sie viele Möglichkeiten, den Schülern dieses Thema näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren, denn was man in der Jugend lernt und begreift, wird man meist im späteren Leben auch nicht vergessen. Auch das ist Nachhaltigkeit!

[Quelle: HÖRZU vom 21.09.2012, Fischgefahr, Kai Riedemann, Seite 22]

Wieviel Fisch braucht der Mensch eigentlich?

Fisch enthält Omega 3-Fettsäuren, Jod, Selen und Phosphor sowie Vitamin D, das wir Menschen zur Bildung starker Knochen benötigen, aus diesem Grund empfehlen Ärzte und Ernährungswissenschaftler, zweimal wöchentlich Fisch zu essen. Doch brauchen wir wirklich so viel Fisch?

Aus unseren Meeren werden pro Jahr 92 Mio. Tonnen Fisch gefangen,  33 Mio. Tonnen Fische werden als Futter für Zuchtfische verwendet. Nach Angaben von fairfisch.ch haben wir einen jährlichen Verbrauch von 17 kg Fisch pro Mensch. Nach Informationen von fairfish.ch, ebenso nach Aussagen von www.tier-im-focus.ch, genügt der einmalige Verzehr von Fisch im Monat. Infos zu den Gütesiegeln und Ökolabel für nachhaltigen Fischfang finden hier: https://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2012/1002/010_fisch_2.jsp

Beachten Sie bitte auch unseren Beitrag

Fische nur noch aus Fischzuchtbetrieben? – Nachhaltigkeit geht anders… “Leere Meere – volle Teller……”

aus den Kategorien ArtenschutzMeeresbiologieNachhaltigkeitNaturschutzNaturwissenschaftenUmweltpädagogik.

[Redaktion Aurelia e.V. ]

 

Naturstiftung David – Retter der Feuersalamander

Salamander Lurchi

Termin mit Lurchi!

„Salamander sind gemütlich und friedlich“, sagt Biologe Dr. D. Conrady, Projektleiter der Naturstiftung David.

Vor vielen Jahren war uns das Kinderbuch „Lurchi“ vom Schuhhaus Salamander wohlbekannt und bei Kindern überaus beliebt.
Bis vor kurzer Zeit konnte man bei Spaziergängen an Bachläufen, in feuchten Auen oder im Schatten von Laubbäumen den ca. 20 cm. grossen,schwarzglänzenden und gelbgefleckten Feuersalamender entdecken.

Man freute sich, wenn man so einen Lurchi traf, ohne Scheu und mit grossen Kulleraugen schaute er uns an. Es heisst, dass er – wie alle Amphibien – bei Gefahr bis zu einem Meter weit Gift verspritzen könne. „Aber das kommt selten vor. Und von uns Menschen fühlen sie sich nicht bedroht“, sagt der Experte „Entgegen ihrem Ruf sind Feuersalamander friedliche, langsame, gemütliche Gesellen“.
Mit ihrem gelbgefleckten Warnkleid wollen sie Feinde, wie Marder und Greifvögel abschrecken.

Salamander Lurchi
Salamander – vom gleichnamigen Schuhgeschäft. Vorlage war der Feuersalamander, auch Lurch genannt.

Salamander sind tagsüber in ihren sonnengeschützten Verstecken, in Erdlöchern, unter Steinen oder unter schattigen Laubbäumen; „denn in der Sonne würden sie austrocknen“, sagt Dr. Conrady. Am wohlsten fühlen sie sich bei Regenwetter – daher werden sie auch in manchen Gegenden Regenmolli oder Regenmännchen genannt.

Zur Morgen- und Abendstunde geht Lurchi spazieren – und nachts auf Futtersuche. Insekten fängt er mit seiner langen Zunge, auch Schnecken schmecken ihm, doch sein Lieblinggericht sind Regenwürmer – aber wo gibt es heute noch Regenwürmer? Nach einem warmen Sommerregen auf dem Lande waren noch vor einigen Jahren Wege und Strassen voll von Regenwürmern. Bei meinen Wanderungen durch Wald und Feld habe ich dieses Jahr noch keinen einzigen gesehen.
Ist es auch eine Folge der intensiven Landwirtschaft, dass Lurchi Hungers sterben muss?, wie bereits Bienen und Hummeln, weil Felder und Wiesen ohne Blumen sind – trostlose, eintönige Fluren, nicht mal die resistente Distel wächst auf den Äckern und das alles grösstenteils wegen dem Getreideanbau für  Biosprit!

Der Bestand von Salamandern schrumpft ständig, in manchen Gegenden ist er bereits ausgestorben

Doch nun gibt es Hoffnung! Im Thüringr Wald, im Bereich der Quellgebiete von Ilm und Gera leitet Dr. Conradey in Zusammenarbeit mit Forstbehörden mehrere Projekte, die zur Erholung von Feuersalamandern führen sollen.
So werden zementierte Uferbefestigungen entfernt und dem Bach seinen natürlichen Wasserlauf zurückgegeben. Weiden und Erlen sollen wieder an den Ufern wachsen und Steine ins Wasserbett gelegt, denn sie geben dem Bachlauf das Murmeln. So entstehen Ruhezonen für den Salamandernachwuchs – die Larven können fast zu hundert Prozent überleben! Auch der Fichtenwald mit seinem trockenen Boden wird ersetzt durch Laubwald, Eschen, Buchen und Ahorn wird gepflanzt.

Die Projekte der Naturstiftung David von Dr. Conrady erzielen große Aufmerksamkeit. Verschiedene Bundesländer sind sehr interessiert und wollen Lurchi, den Feuersalamander retten.

[Quelle: HÖRZU Nr. 32, v. 03.08.2012/ D.Weychardt/D]

Australien und seine Koala-Bären

Die Rodung der Wälder bringt die niedlichen Beuteltiere in Gefahr!

Seit ewigen Zeiten, schon als Australien nur von den Aborigines, seinen Ureinwohnern, besiedelt war, gibt es dort die Koala-Bären. Viele, viele Jahre  haben diese possierlichen Tierchen dort ein friedliches Leben führen können. Eukalyptusbäume, ihre einzige Nahrung, waren dort im Überfluß vorhanden. Leider hat sich dieses paradiesische Leben extrem verändert. Australien hat seither immer mehr Menschen aufnehmen müssen. Es wurde immer mehr Land verbaut, wozu die Eukalyptusbäume gnadenlos gefällt wurden. Wieder eine Spezies die betroffen ist, wenn es um die Abholzung ganzer Wälder geht!

Ist die Umsiedlung der Koalas mit dem Artenschutz vereinbar?

Speziell in die klimatisch begünstigten nördlichen und östlichen Küstenregionen des Landes zog es die Menschen – sehr zum Leid der friedlichen Beuteltiere, die dort ihre Heimat hatten und sich sehr schwer tun mit einer eventuellen Umsiedlung. Koalas sind so sehr mit ihrem Eukalyptus-Heimatbaum verbunden, daß sie im Falle einer Aussiedlung bis zu 30 – 40 Km wandern, um dorthin zurückzukommen!

Normalerweie bewegen sich Koala-Bären wenig. Sie schlafen 16-20 Stunden am Tag auf dem Baum; Das sind bis auf wenige Ausnahmen Eukalyptusbäume. Beim Rennen setzen die nachtaktiven Säugetirer beide Vorder- und beide Hinterbeine gleichzeitig auf und sind damit sicher bessere Kletterer als Läufer.

[Quelle und weitere Infos zu den Koala-Bären: Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Koala]

Hilfe im Koala-Hospital

Viele Koalas irren heimat- und orientierungslos umher, fallen oft in Swimmungspools oder werden von Autos überfahren. Eine schlimme Entwicklung, die auch mit vielen Krankheiten der Bärchen einhergeht.

Seit einiger Zeit existiert jedoch auch ein „Koala-Hospital“, in dem einige Tiere, wenn sie Glück haben, dann landen. Freiwillige Helfer sammeln verletzte Tiere rund um die Küstenstadt per Ambulanzwagen auf und fahren sie direkt in diese Klinik. Ein sehr guter Anfang, um den Leiden der Koalas beizukommen! Dafür braucht das Hospital natürlich eine Menge Geld, daS erstmal beschafft werden muß!

Pro Jahr sterben etwa 4000 Stadtkoalas, was allerdings 4000 zu viele sind, will man, daß diese sympatischenTierchen irgendwann nicht wirklich aussterben!

Warum sprechen und die Koala-Bären so sehr an und rühren unser Herz? – Lesen Sie dazu den Beitrag der Redaktion Aurelia e.V. „Kindchenschema im Tierreich “ auf BLUE-social-VISION – Verhaltensforschung, Soziales Lernen, Engagement .

Die Aborigines, die erwähnten Ureinwohner Australiens, glauben fest daran, daß die Koalas in der uralten „Traumzeit“ ihrer Ahnen entstanden und daß sie wichtige Tiere der Schöpfung sind.

Für ganz Australien sind diese beliebten und niedlichen Tiere eine Art Wahrzeichen; sie gelten neben den Kängurus als einzigartiger Reichtum des Kontinents.

Wir alle sind aufgerufen, diesen wundervollen, friedlichen und putzigen Gesellen beim Überleben zu helfen, wir sind es ihnen schuldig!
Unsere Erde hat so viel verschiedenes Leben hervorgebracht, und jedes Wesen hat ein Recht auf ein Dasein, das von uns Menschen – da wir ja die Macht auf der Erde übernommen haben – geschützt werden muß!

[Quelle: HÖRZU vom 15.06.2012 „Koalas in Gefahr“ von Silke Pfersdorf]

Erziehung zur Nachhaltigkeit durch Blaue Klassenfahrten-Fachprogramme für Ökologie

Zu den Themen Natur- und Tierschutz sowie ökologischer Bildung entwickelt Aurelia e.V. entsprechende Fachprogramme für Studienklassenfahrten für das Alter ab 12-16 Jahren, die sogenannten MUSCHELSUCHER-Programme. Eine Möglichkeit Jugendliche für den Schutz unseres Blauen Planeten zu begeistern, sind die BLUEWORK-volunteering Freiwilligen-Einsätze, die wir für Projekttage -wochen und Klassenreisen / Klassenfahrten organisieren und in ein umweltpädagogisches Gesamt-Programm integrieren.

Erfahren Sie mehr darüber in unserem neuen Blog:

BLUEWORK-volunteering – Aktion für Erlebnispädagogik und Nachhaltigkeit

 

Mehr Beiträge der Redaktion Aurelia e.V. zu den Themen

Aurelia e.V. für ökologische Bildung - der Blaue Planet
Der Blaue Planet braucht unseren Schutz. Tel.: 0049 (0)228-929 837 33

Wo bleiben denn die Milane?

Der Ornithologe Jens Bruns sorgt sich um den Magier der Lüfte

Der Ornithologe Jens Bruns – eigentlich von Beruf Geologe – fragt sich, wi denn die Milane bleiben,
denn seine ganze Freizeit gehört den Greifvögeln. Mit Begeisterung leitet er die Greifvogel-Arbeitsgemeinschaft der Ornithologengesellschaft. Sein besonderes Interesse gilt den Greifvögeln. Schon als zehnjähriger Junge, aus Kamen in NRW, kam er zum Vogelschutz, dabei gehörte seine ganze Liebe dem wunderschönen Rotmilan, auch Gabelweihe genannt, mit seinem rotbraun schimmerden Federkleid.

Wenn dieser große, faszinierende Greifvogel mit 1,50 m Spannweite, den langen, außeinander gespreitzten Flügelspitzen und dem großen, gegabelten Schwanz in den Himmel steigt und elegant seine Kreise zieht, nennt man ihn auch den Magier der Lüfte.

Der Vogelkundler Jens Bruns, stapft mehrmals jährlich in seiner Freizeit bis zu 130 Quadratkilometer durch die Wälder seiner Heimat.
Er kennt dort jeden Baum und jedes große Vogelnest. Wieder auf der Suche nach bekannten Brutplätzen und ihren Bewohnern meint er traurig: kein einziger Milan ist in den Nestern der hohen Baumkronen zu sehen; dabei müßte es ihm doch gut gehen – wir haben ein Mäusejahr- daher Futter in Massen.

Tatsache ist, daß seit Jahren der Bestand des Rotmilans – dem Segler der Lüfte – ständig zurück geht

Deshalb wurde dieses Jahr erstmalig zur bundesweiten Bestandsaufnahme des Rotmilans aufgerufen. Die Brutplätze sollen kartiert werden. Jens Bruns unterstützt und beteiligt sich an dieser aufwendigen Arbeit.

Raubvogel Milan zu Besuch

Wie der junge Jens Bruns aus NRW habe auch ich in diesem Alter den Milan beobachtet, aber aus einem anderen Grund – ich mußte ihn verscheuchen…
Während des Krieges habe ich auf einem großen Gehöft im schwäbischen Oberland, nur umgeben von Wald und Wiesen, im Frühling die neugeschlüpften, gelbleuchtenden Küken in einem großen umzäunten Streuobstgarten gehütet. Doch dieser Idylle drohte immer Gefahr, und zwar von oben. Die Greifvögel aus dem nahen Wald – Habichte, Bussarde und auch der schöne Milan kreisten hungrig über meinen Schützlingen. Ich mußte die Raubvögel vertreiben, zunächst mit Händeklatschen, doch bald hatte ich mehr Angst vor den großen, schlauen Vögeln, als sie vor mir.Also bekam ich eine Kuhglocke zum Leuten, zum Schuß einen Stock und einen alten Eimer zum Draufhauen – nur der Habicht war manchmal sehr hartnäckig. Auch im Herbst beim Kühe hüten beobachtete ich einen Milan wie er im Sturzflug eine Maus schnappte und verspeiste.

Heute haben diese großen, schönen Greifvögel andere Feinde: die Windräder und die intensive Landwirtswchaft machen ihnen das (Über)-Leben schwer.

Kartierung von Greifvögeln

„Greifvögel-Interessierte können bei der Kartierung helfen: jens_bruns@gmx.de“, sagt Andreas Fasel in der WELT AM SONNTAG.

 

[Quelle der Fakten über die Milane: WELT AM SONNTAG NR:17, Andreas Fasel, „Ein rätselhafter Jäger“]

Lesetipp der Redaktion Aurelia e.V. zu Vogelkunde

Deutschland – wild- und artenreich

Lesen Sie Spannendes über die Kraniche!

5 Tage Fachprogramm Portugal Klassenfahrten

Fachprogramme für Geschichte, Nautik, Biologie und Geographie an der Algarve in Portugal.
Biologie in Naturschutzgebieten der Algarve / Atlantik / Portugal. Hier kann man auch Kraniche beobachten.

Alle Vögel sind schon da….

Infos und Fachprogramm Ornithologie (Vogelkunde).

Umweltpädagogische Exkursion ins UNESCO Biosphärenreservat

Nachhaltigkeitsprojekt Kranichschutz am Schaalsee

Studienklassenfahrten Fachprogramm Ornithologie

Aurelia e.V. hat diverse Fachprogramme für Ornithologie (Vogelkunde) erstellt. Sprechen Sie uns an, auch wenn Sie an einer Exkursion in ein Vogelschutzgebiet oder einem Vortrag der Beringungszentrale interessiert sind. Gerne informieren wir Sie über schülergerechte  vogelkundliche Exkursionen im In- und Ausland für jede Alterstufe bis hin zu wissenschaftlichem Niveau.

Aurelia-Logo mit Vogel

Bei Interesse an ornithologischen Exkursionen  während Deutschland-Klassenreisen, Projekttagen oder Klassenfahrten ins Ausland zu Natur-, Tier- und Umweltschutz sprechen Sie uns gerne an: Aurelia e.V. Anfrageformular (bitte Thema Ornithologie angeben) oder Telefon: Kontakt

Alle Vögel sind schon da….

Frühlingskonzert im Wald

Wie verläßlich ist die Vogeluhr?

Die Nachtigall ist`s, die in aller Frühe, um 04:15 Uhr, als erste Sängerin ihr klangvolles Lied erschallen läßt. Wenn man lange genug am Wald gewohnt hat, kann man um diese Jahreszeit – der Balzzeit  der Vögel– sich wirklich nach der „Vogeluhr“ richten. Pünktlich um 04:30 Uhr jubiliert die Lerche und immer mehr Sänger – Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar – begrüßen den neuen Tag. Während der Morgenröte, bis gegen 6 Uhr, wenn die Sonne voll da ist, hört man ein Vogelkonzert von einmaliger Schönheit.

Deutschlands Super-Star des Waldes

Aber nicht nur mit Gezwitscher und Gesang erfreuen uns die gefiederten Freunde. Oft wunderte ich mich bei Waldspaziergängen, daß plötzlich und heftig, wie nach einem Hund gepfiffen wurde, obwohl weder Mensch noch Tier zu sehen waren. Ein Vogelkundler (Ornithologe) klärte mich auf: Es ist der Star, der die Pfiffe nachahmt – er soll ein begnadeter Imitator sein – auch Handygeklingel oder die Säge der Waldarbeiter gehören zu seinen enorm großen Reportuar. Der Star ist eben deutschlands Super-Star des Waldes.

Mutiges Rotkehlchen

Auch ein Rotkehlchen hat mich schon köstlich amüsiert. Plötzlich flog es durch die offene Balkontür ins Zimmer, zupfte Wolle aus meinem selbstgeknüpften Teppich, setzte sich mit vollem Schnabel auf die Stuhllehne und zeigte sein korallenrotes Brüstchen, guckte neugierig umher, bevor es mit seiner Beute wieder rausflog.

Die erste Sängerin des Tages ist die Nachtigall

Nochmal zur kleinen, unscheinbaren Nachtigall. Ihr klangvolles Lied, von vielen Dichtern schon beschrieben, ist nicht nur die erste Sängerin, wenn der Tag erwacht, auch in der lauen Sommernacht freuen wir uns, wenn die Nachtigall schlägt.

Tier-, Arten-, Naturschutz / Vogelschutz

Zum wiederholten Male ruft der Naturschutzbund (www.nabu.de) auf zum Mitmachen. Am 11. bis 13. Mai 2012 sind die Teilnehmer der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ gebeten alle Vögel in ihrem Garten zu zählen und zu melden. Ob wohl auch in diesem Jahr Amsel, Kohlmeise und Spatz die häuftgsten Gartenbesucher sind?

[Quelle: HÖRZUR, April/Mai 2012, D. Weychardt]

Klassenfahrten Fachprogramm Ornithologie

Aurelia e.V. hat diverse Fachprogramme für Ornithologie (Vogelkunde) erstellt. Sprechen Sie uns an. Gerne informieren wir Sie über schülergerechte  vogelkundliche Exkursionen im In- und Ausland für jede Alterstufe bis hin zu wissenschaftlichem Niveau.

Aurelia-Logo mit Vogel
Klassenfahrten Fachprogramm Vogelkunde (Ornithologie)

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