Erfolg im Artenschutz

Deutschlands Auen immer beliebter bei Wasser- und Zugvögeln!

Wie schön, dass wieder zunehmend viele Wasservögel und andere Vogelarten ihre Rast- und Winterquartiere in Deutschlands Auen und Naturschutzgebieten finden. Das haben aktuelle Zählungen von Ornithologen ergeben. Die Schutzmassnahmen für bedrohte Vogelarten, vor allem aber die Einschränkung der Jagd, tragen zu dieser erfreulichen Entwicklung bei, erklärte die Präsidentin des Bundesamtes für den Naturschutz, Beate Issel. Auch milden Winter, infolge des Klimawandels, führen dazu, dass viele Wasservögel wie Enten, Gänse und Schwäne sich bei uns wieder wohl fühlen. Bis zu 15 Millionen Wasservögel rasten während ihres Frühjahrs- und Herbstzuges in den ca. 3000 Feuchtgebieten in Deutschland.

Auch der stolze und schöne Kranich – Wappenvogel unserer Lufthansa – soll sich stark vermehrt haben. In grossen Höhen, immer ein Leitvogel voraus, fliegen sie mit lautem Geschrei – man hört sie, bevor man sie sieht – in Formation über Wald und Feld.
Ich konnte im letzten Jahr beobachten, wie sich eine grosse Schar Kraniche für eine kurze Rast auf einem Acker niederliessen und hungrig die junge Saat pickten.
Von der vorbeigehenden Spaziergängerin nahmen keine Notitz.

Artenschutz für die Zugvögel – auch wenn’s schwerfällt

Manchmal gefällt es den Vögeln so gut, dass sie sich Zeit lassen für ihren Weiterflug zu ihren Brutplätzen im hohen Norden. Auf der Insel Borkum herrschte dieses Frühjahr einige Aufregung:“die Nonnengänse sind immer noch da“, hiess es im Hotel. Neugierig geworden erfuhr ich, dass jedes Jahr um diese Zeit hunderte von Nonnengänsen auf den nahe gelegenen grossen Pferdekoppeln ein paar Tage Rast machten, bevor sie, vom einen Ende der Welt kommend, ihren Flug in nördliche Länder fortsetzten. Und nun waren diese wunderschönen, weissen Gänse mit ihren schwarzen Hälsen schon fast zwei Wochen da. Man läß sie  – auch das ist Artenschutz  – obwohl im benachbarten Pferdehof die Frühlingssonne durch die Stallfenster schien. Die Pferde scharrten unruhig mit den Hufen, sie wollten endlich raus auf die grünen Wiesen und der Bauer blickte böse zu den Gänsen hinüber….
Wie`s ausging werde ich beim nächsten Borkum-Urlaub erfahren.

[Datenquelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 161, Seite 13 – 13.07.2012]

Klassenfahrten MUSCHELSUCHER Programme zu Artenschutz

Aurelia-Logo mit Vogel
Klassenfahrten Fachprogramm Vogelkunde (Ornithologie)
Info: 0228-92983733

Um Jugendliche frühzeitig für die verschieden Tierarten zu begeistern und für die Relevamz ihres Erhaltes zu sensibilisieren, erstellt Aurelia e.V. Umweltpädagogik-Fachprogramme, die sogenannten MUSCHELSUCHER Programme ab 5. Klasse.

Umweltpädagogische Klassenfahrten MUSCHELSUCHER Programme für Natur- und Artenschutz gibt es schon für junge Schüler beispielsweise am Bodensee, an der Ostsee oder an der Nordseeküste und auch auf Sylt.

Fordern Sie hier kostenfrei weitere Infos an: Feedback-Formular

 

Umweltpädagogische Exkursion ins UNESCO Biosphärenreservat

Nachhaltigkeitsprojekt Kranichschutz am Schaalsee

Der Schaalsee, der zu DDR-Zeiten genau die Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern markierte, galt schon damals aufgrund seiner Randlage als Rückzugsgebiet für Tiere, Moore, Seen, Feuchtwiesen wie auch landwirtschaftliche Nutzflächen waren für Tiere nahezu ideale Gebiete.

Heute gehört der Schaalsee, der ca. 24 qkm mißt, zum 309 qkm großen UNESCO-Biosphären-Reservat, in dem jährlich etwa 100 Kranichpaare brüten. Bei diesem Kranich-Schutzprogramm geht es vor allem um die Renaturierung von Mooren, weil die Moore als Brutplatzreviere für diese gefährdeten Vögel fungieren. Da die Moore aber auch gute CO-2 Speicher sind, ist Kranichschutz mit Naturschutz gleichzusetzen. Ein Erfolg dieser Bemühungen ist bereits zu verbuchen. Im Jahre 2001 gab es etwa 90 Kranich-Brutreviere, im Jahre 2011 wurden bereits 115 gezählt.

Dieses Naturschutzprogramm, mit seinem Nachhaltigkeitsgedanken, hat inzwischen sehr viel Zuspruch erhalten. Unter anderem unterstützt neuform den Kranichschutz am Schaalsee.

Das Biosphären-Reservat, in dem auch Führungen stattfinden, wird auch für Schulklassen interessant sein. Da die Brutzeit ab Ende März beginnt, kann man Anfang dieses Monats vielleicht die berühmten Balztänze der Kraniche beobachten. Ein Alleingang ist nicht erwünscht, denn die Kraniche brüten an diesen Plätzen auch deshalb, weil sich dort nur sehr wenig Menschen einfinden.

Auch die Ostsee ist ja von dieser naturgeschützten Region nicht weit entfernt; ein Gebiet also, das einige Highlights zu bieten hat.

[Quelle: Reformhaus Kurier, April 2012, Seite 46,  Neuform aktiv im Naturschutz]

Aurelia e.V. Literatur-Tipp

Lesetipp der Redaktion Aurelia e.V.:

Deutschland – wild- und artenreich

Spannende Info über Kraniche

5 Tage Fachprogramm Portugal Klassenfahrten

Fachprogramme für Geschichte, Nautik, Biologie und Geographie an der Algarve in Portugal.
Biologie in Naturschutzgebieten der Algarve / Atlantik / Portugal (Hier kann man auch Kraniche beobachten.)

Alle Vögel sind schon da….

Infos und Fachprogramm Ornithologie (Vogelkunde).

Klassenfahrten Fachprogramm Ornithologie

Aurelia e.V. hat diverse Fachprogramme für Ornithologie (Vogelkunde) erstellt. Sprechen Sie uns an, auch wenn Sie an einer Exkursion im Kranich-Schutzgebiet Schaalsee interessiert sind. Gerne informieren wir Sie über schülergerechte  vogelkundliche Exkursionen im In- und Ausland für jede Alterstufe bis hin zu wissenschaftlichem Niveau.

Aurelia-Logo mit Vogel

Bei Interesse an ornithologischen Exkursionen  während Deutschland-Klassenreisen, Projekttagen oder Klassenfahrten ins Ausland zu Natur-, Tier- und Umweltschutz sprechen Sie uns gerne an: Aurelia e.V. Anfrageformular oder Telefon: Kontakt

 

Deutschland – wild- und artenreich

Deutschland und wilde Tiere – stimmt das eigentlich?

Andreas Kieling– ein bekannter Naturfilmer, machte nicht nur Entdeckungstouren in Amerika und Afrika; seine Touren durch Deutschland haben ihn total begeistert. Er schwärmt sehr von seiner Heimat und stellte fest, dass den meisten Menschen in unserem Land wahrscheinlich gar nicht bewusst ist, dass wir in einem der artenreichsten Länder der Erde leben. Von den Alpen bis zum Wattenmeer, von den Elbtalauen bis zur Eifel, hat der Filmer ca. 58000 Km mit dem Auto zurückgelegt. Sein Fazit lautete: Deutschlands Natur ist unendlich reich und wilder als wir denken.

Kraniche

Der Experte für Wildtiere erlebte auf der Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst die unvergesslichen Schauspiele der Kraniche, die entweder auf ihrem Flug gen Norden oder auf ihrem Rückflug gen Süden hier Station machen. Er sagte, wenn plötzlich 15000 dieser majestätischen Großvögel gleichzeitig aufsteigen, um auf einem nahen Feld Futter zu finden, erzeugt das schon ein Gänsehautgfühl und ist ein seltenes Erlebnis. Nicht zu vergessen ist der wunderbare Balztanz, den die Kraniche vorführen, der wie ein eingeübtes Ballettstück daherkommt. Kraniche sind zwar nicht bei uns beheimatet, aber sie lieben unsere Ruheplätze.

Wölfe

Andere Tiere bleiben hier für immer. Es gibt jetzt auch wieder den Wolf, der nach langem den Weg nach Deutschland zurückgefunden hat. In der Lausitz hat man kürzlich wieder 11 Rudel und ein Wolfspaar gezählt. Wir Menschen sollten eigentlich keine Angst vor dem Wolf haben, denn er ist – wie man weiss – ein scheues Wildtier.Die Geschichten vom „bösen Wolf“ gehören der Vergangenheit an und sind mehr oder weniger Märchen. Wölfe sind sehr anpassungsfähig. Für sie ist die Hauptsache das Nahrungsangebot und dass ihm nicht nachgestellt wird, was leider in Polen noch der Fall ist.

Hirschkäfer

Der Naturfilmer erzählte auch von einem Zusammentreffen mit Hirschkäfern, die ihn sogar angegriffen haben und verletzten. Das ist aber nur der Fall, wenn sie sich bedroht fühlen. Also besser nicht zu nahe rankommen. Die Käfer können nur in alten Eichenwäldern überleben, sie brauchen umgestürtzte Eichen, zermürbte Wurzeln, Stämme und Sümpfe. Seltsamerweise reagieren sie sehr stark auf Gerüche, speziell auf Alkohol. Oft sind sie davon regelrecht berauscht und dann auch schnell bereit, mit dem nächsten Hirschkäfer einen Kampf auszufechten.

Alpentiere (Steinadler, Luchse, Murmeltiere, Biber)

In den Bayrischen Alpen brüten zur Zeit etwa 45 Steinadlerpaare, was sehr erfreulich ist.In unseren Hochgebirgen leben wieder Luchse, die als unsere größten Raubkatzen gelten. Des weiteren haben wir hier Steinböcke, Murmeltiere, Biber und viele Arten mehr. Unsere Wälder sind reich an Wildtieren und sie tragen enorm zu unserem guten, gemäßigten Klima bei.

Welse

Und was wissen wir über unser Wasser? In manchen Gewässern trifft man hier sogar auf Fische, die über 2 Meter lang werden und sogar ein Gewicht von über 60 Kilo erreichen können. Das betrifft einen Wels, den ein Angler aus Brandenburg vor 2 Jahren fing.Historische Quellen berichten sogar von Exemplaren von 5 Metern Länge. Der Wels liebt die Wärme und wächst solange er lebt. Der Klimawandel und das warme Wasser in der Nähe von Kraftwerken haben das bewirkt, denn hier findet der Wels natürlich genügend Futterfische. Um so einem Wels auf die Spur zu kommen, tauchte Andreas Kieling in der wilden Spree. Diese Gegend kann man als eine der schönsten und naturbelassensten Regionen Deutschlands bezeichnen. Wenn man Bilder des Spreewaldes sieht, könnte man auch an den Amazonas oder den Orinoko denken. Es ist ein noch ganz natürliches Stückchen Land, das noch immer von den Sorben bewohnt wird. Die Sorben sind ursprünglich aus der Rumänischen Region hier eingewandert. Sie tragen an Feiertagen noch heute ihre sorbischen Trachten, und ihr Leben spielt sich noch heute so ab wie in früheren Zeiten; sie haben sich ihre Tradition bewahrt. Im Spreewald haben die Sorben die Natur direkt vor der Tür und sie fühlen sich mit ihr total verbunden.

 

Unser schönes, wildes Deutschland sollten wir alle noch viel besser kennenlernen, es hält so viel für uns bereit, was wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht vorstellen können.

 

[Quelle: HÖRZU, Nr 14, 30.03.2012 Seite 10 „Schönes wildes Deutchland, Andreas Kieling]

Fachprogramme für Artenschutz / Tierschutz

Fachprogramme für umweltpädagogische Klassenfahrten und Projektwochen zum Artenschutz sensibilisieren Schüler für unsere Umwelt, Tiere, Pflanzen, Gebirge und Gewässer. Aurelia e.V. hat Sie unter dem Sammelbegriff MUSCHELSUCHER Programme gesammelt. Gerne erstellen wir ein auf Ihre Gruppe passendes MUSCHELSUCHER Programm, egal wohin die umweltpädagogische Klassenfahrt unter Tierschutz-/Artenschutz-Aspekten gehen soll. Wenn Sie die aktive Mitarbeit Ihrer Schülerinnen und Schüler an Naturschutz-Projekten wünschen, fragen Sie außerdem nach BLUEWORK-volunteering. Besonders beliebt sind bei den Schülerinnen und Schülern Tier- Auswilderungsprojekte.

Kontakt: Aurelia e.V.