Warum nur „dumme Gans“? – schlaue Gans ist richtig!

Graugänse © Aurelia e.V.

Graugänse, die zur Zeit in grossen Formationen und mit lautem Geschrei und Geschnatter übers Land fliegen, erfreuen uns ganz besonders, denn sie sollen den langersehnten Frühling ankündigen.

Sitzende Graugans am Wasser
Grauganz beim Putzen ihres Gefieders. © Rolf Handke / pixelio.de

Schon unsere Vorfahren in der Jungsteinzeit, vor ca. 8000 Jahren haben sich mit dem Federvieh beschäftigt – die Graugänse wurden domestiziert.

Unsere heutigen Hausgänse sind wachsame Hüter von Haus und Hof. Das wussten schon die alten Römer! Sie hielten sich die Gänse als Tempelwächter im Kapitol. Und wenn die Gänse aufgeregt kreischten und zischten, dann wussten die Römer: die kriegerischen Gallier sind im Anmarsch – also auf in den Kampf.

Die Verhaltensforschung hält das organisierte Sozial- und Familienleben der Hausgänse für bewundernswert. Das Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie gab der Biologin Angelika Hofer den Auftrag, das Leben und Umfeld der Gänse zu beobachten und zu erforschen.

[notice]Ornithologie auf Klassenfahrten: Lesen Sie hierzu den Aurelia e.V.-Beitrag „Umweltpädagogische Exkursion ins UNESCO Biosphärenreservat„[/notice]

Das war in den 80ger Jahren und noch heute freut sie sich, wenn sie im Allgäu am Hopfensee spazieren geht und den fliegenden Gänsen am Himmel „komm, komm“ zuruft, sofort eine im Sturzflug herunterschiesst und mit langgestrecktem Hals auf sie zuwatschelt, was bedeutet:
„Ich grüsse dich“. Die Wissenschaftlerin aus Füssen freut sich, dass sie von ihren Schützlingen und sogar von deren Jungen erkannt wird – war sie doch damals die bekannte „Gänsemutter“.

Es ist etwas ganz Besonderes bei Gänsen, denn wer auch immer beim Schlüpfen aus dem Ei da ist,
nimmt das Kücken als Mutter an. Die Biologen nennen dieses Verhalten „Prägung“.

Graugänse am Himmel
Die Graugänse kommen zurück, der Frühling beginnt.

Gans und Ganter haben eine lebenslange Partnerschaft, so wie man es auch von Schwänen kennt. Sie bauen zusammen ein Nest, nach etwa 4 Wochen erblicken 4 bis 6 Kücken das Licht der Welt. Der fürsorgliche Ganter beteiligt sich an der Aufzucht der Jungen, schafft Futter herbei – und wacht über Allem.
Und wehe – ein Fuchs traut sich in die Nähe – er wird gnadenlos von den Gänsen verprügelt –
und wenn er Glück hat, kann er sich noch davon schleichen….
Von wegen: Fuchs du hast die Gans gestohlen….

[Quelle: HÖRZU – Nr. 50 – Walter Karpf  – 07.12.2012/D]

Ein geologisches Mysterium: Der Blautopf

Eine schwäbische Geschichte

Reise zum Blautopf

Als ich  auf meiner Heimreise vom Bodensee, bei strahlendem Wetter durch Oberschwaben fuhr, vorbei an schönen, barocken Kirchen und Klöstern, entschloss ich mich spontan, einen Abstecher an den Blautopf zu machen, wo ich schon lange mal hin wollte.
Nach Biberach führte mich die Schwäbische Dichterstrasse an Ehingen vorbei, über die Donau auf die Schwäbische Alb und schon war ich in Blaubeuren und am Blautopf.

Am mythen- und sagenumwobenen Blautopf

Da stand ich nun, am sagenumwobenen Blautopf, schaute in eine wirklich tiefblaue Quelle, empfand sie als unergründlich und konnte verstehen, dass der Quelltopf in früher Zeit als bodenlos galt. Gegenüber ragte eine riesige Felswand in die Höhe und ein altes Mönchskloster ist auch in der Nähe. Der Blautopf ist von Mythen und Sagen umgeben. Der schwäbische Dichter, Eduard Mörike, hat mit seinem Märchen „Die Historie von der schönen Lau“, nicht unerheblich dazu beigetragen. Diese Nixe, die schöne Lau, wurde von ihrem Mann, einem Fürsten aus fernem Land verbannt, weil sie nicht lachen konnte – als schöne Nixe im Blautopf ist sie unsterblich und kann wieder lachen. So soll sie, in alter Zeit, als man mit einem Bleilot die Tiefe der Quelle messen wollte, immer wieder die Bleikugel gestohlen haben – man hörte ihr Lachen ganz deutlich. In Stein gemeisselt steht sie heute anmutig am Ufer der Quelle.

Seit dieser Reise sind 30 Jahre ins Land gezogen und ich stelle fest, dass der Blautopf nichts von seiner Faszination verloren hat – im Gegenteil. Höhlenforscher, mutige Männer, besessene, wissbegierige Forscher haben das gigantische Höhlensystem, eine einmalige, unterirdische Landschaft unter der schwäbischen Alb entdeckt. „Unter 160 Quadratkilometer Oberfläche erstreckt sich das System und wahrscheinlich ist es noch sehr viel grösser“ – eine Sage berichtet, dass die Höhlenwege in grossen Tiefen bis zum Schwarzen Meer reichen – . Je nach Witterungsverhältnissen sollen bis zu 30 000 Liter Wasser pro Sekunde aus der runden, 30 m breiten Quelle in das weitverzweigte Höhlensystem fliessen; abgesehen von dem Flüsschen Blau, das lustig aus der Quelle sprudelt und über die Alb der Donau zufliesst.
Der Einstieg für Höhlenforscher ist nur durch die Blautopfquelle möglich, es ist dunkel, sehr kalt und sehr gefährlich.  Durch enge wasserdurchströmte Felsspalten und Gänge, Flüsse und Seen gelangen sie in riesige, urweltliche Tropfsteinhöhlen und Hallen mit Ablagerungen von Mineralien und Kristallen, Gebilde in Formen und Farben von faszinierender Schönheit.

Der Mörikedom im Blautopf

Nach einem 45-minütigen Unterwasserweg tauchten die beiden Höhlenforscher in einer riesigen Halle wieder auf, sie nannten sie Mörikedom – in den Ausmassen von 40 m Höhe und 125 m Länge. Mit Schlauchbooten fuhren sie weiter durch zwei grosse Hallen und ein Ende war noch lange nicht in Sicht, der Kontakt zur Aussenwelt war schon lange verloren. Man musste sich total auf seinen Kameraden verlassen können, denn schon einige Menschen sind ums Leben gekommen; für Hobbytaucher ist der Zugang zur Quelle verboten.

Mit Bergsteigerausrüstung kletterten die beiden Höhlenforscher die Karstfelsen hoch, durchquerten schlammige Passagen, zwängten sich durch Felsspalten – und das mit all der der technischen Ausrüstung, hochempfindlichen Kameras und Lampen auf dem Buckel. Die einmaligen, wunderbaren  Fotos vom „Zauber der Unterwelt“, besonders vom Mörikedom in den Medien, sind unbeschreiblich schön und interessant.

[Quelle: HÖRZU Nr. 44, vom 26.10.2012 – Walter Karpf/D]

Klassenfahrten-Fachprogramme für Physik

Vom jungen Forscher zum Physik-Nobelpreisträger

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung  zeigt ein Porträt des Physiknobelpreisträgers 2007, Peter Grünberg auf BMBF-online und schreibt

„Junge Wissenschaftler aus aller Welt treffen sich vom 1. bis 6. Juli in Lindau zur 62. Nobelpreisträgertagung, auf der über neue Erkenntnisse in der Physik gesprochen wird. Deutschland kann zahlreiche Physik-Nobelpreisträger vorweisen. BMBF-online stellt heute Peter Grünberg vor.“  [https://www.bmbf.de/de/18731.php]

Über 500 Nachwuchwissenschaftler aus 65 Ländern können sich glücklich schätzen dabei sein zu dürfen, wenn sich Nobelpreisträger der Physik und Chemie im Juli 2012 treffen.

Studienklassenfahrt mit Fachprogramm Physik

Mit unseren Klassenfahrten-Fachprogrammen für Physik wollen wir beim Nachwuchs die Begeisterung für den Fachbereich Physik steigern in dem wir Programme entwickeln die wissenschatlich begleitet und unterstützt sind. In ungezwungener Klassenfahrten-Atmosphäre kann mit spannenden praktischen Bezügen und jeder Menge Spaß gelernt werden. Das Niveau kann der Gruppe angepasst werden, somit gibt es von Mittelstufen über Physik-Leistungskurse bis hin zur sogenannten Elite, den Hochbegabten (Exzellenzprogramme), das jeweils passende Physik-Programm. Anfrage-Formular

Wer weiß, vielleicht ist das der Startschuß für eine erfolgreiche Physikerlaufbahn, nicht für Jungen und Mädchen von MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik)– Schulen.

 

England Cornwall Fachprogramm Biologie und Englisch

Cornwall – Die schönste Landschaft Englands

Cornwall, wer kennt diesen wunderschönen Landstrich nicht, an dem viele Rosamunde Pilcher – Filme gedreht wurden. Cornwall mit seinem Mittelmeerklima, bedingt durch die Nähe des Golfstromes, hat sich zu einem tropischen Paradies gemausert. Der Golfstrom hat die Flora und Fauna dieser Region so wesentlich beeinflußt, dass hier wirklich Hummer, die größten aller wirbellosen Meerestiere, und Delphine und sogar Wale vorkommen. Es werden oft Ausflüge zu den Scilly-Inseln gebucht, die den Naturliebhaber voll auf seine Kosten kommen lassen. Hier kann man auch Kurse buchen, die jeden die Natur erleben lassen und das Verständnis für Flora und Fauna festigen.

Die Landschaft am Atlantik mit Granithügeln und Felsenküsten, kleinen Häfen, verschwiegenen Buchten und Sandsstränden, ziehen auch immer mehr Surfer an, denn Wind und Wellen sind für diesen Sport ideal. In früheren Zeiten hat es hier leider aber auch viele Schiffsunglücke gegeben, von denen noch immer etliche Wracks Grausames erzählen.

Der Sage nach wurde hier einst König Artus geboren, dessen Ruf noch heute überall gegenwärtig ist. Die Burgruinen auf den Klippen, hoch über der tosenden Brandung, stammen aus dem 13.Jh., jedoch fanden Archäologen noch ältere Spuren. Im 5. und 6.Jh. lebten hier die Kelten, die sich gegen germanische Eindringlinge mächtig zur Wehr setzten.

BLUEWORK vonlunteering in Cornwall

Für Geologen und Biologen ein ganz interessantes Ziel dürfte das „Eden-Projekt“ bei St. Austell sein. Hier stehen unter anderem riesige GlASKUPPELN, die verschiedene Klimazonen darstellen, in denen den Zonen entsprechende Pflanzen gezeigt werden. Es sind dies z.B. Palmen, Teakbäume und sogar ein Mangrovensumpf. Des weiteren wird hier die Vegetation von Kalifornien, Südafrika und dem Mittelmeerraum dargeboten. Dieses Projekt ist seit dem Jahre 2001 ein großer Publikumrenner. Ein Ziel, das man sich nicht entgehen lassen sollte. In der Nähe St. Austell´s existiert ein „Dschungel„, der „Lost Gardens of Heligan“, den man in Südamerika nicht natürlicher finden könnte.

Zur Renaturierung der Küstenlandschaften hat sich die „BLUEWORK vonlunteering“ mit dem „Wildlife-Trust“ zusammengetan, was sicher zu einem positiven Ergebnis führen wird.

BLUEWORK vonlunteering-Einsätze sind eine prima Ergänzung zur umweltpädagogischen Klassenfahrt England-Cornwall.
So mancher BLUEWORK vonlunteering Einsatz findet auch während einer Projektoche in Schulnähe statt.

Cornwall Anfrage BLUEWORK vonlunteering 0228 – 929 837 33 mo-fr 10-15

aus dem Ausland: +49 (0)228-92983733
oder Kontakt über unser Formular

Kunst/Theater in Cornwall

Cornwall bietet natürlich auch kulturelle Highlights, wie das“Minack Theatre“ von Porthcurno. Dieses Theater liegt auf einem Felsen direkt am Meer, sehr romantisch und mit anspruchsvollem Programm. In Falmouth, mit seinem großen Naturhafen, oder am Strand des Künstlerortes St. Ives, kann man die Lebensart der Cornischen Menschen wunderbar erleben.

West-England

Die Klippen von „Land`s End“, dem westlichsten Punkt Englands, sind nicht nur sehenswert, sie machen jedem bewußt, dass dieses geschichtsträchtige Stück Land eine wunderbare Natur vorweist und mit seiner Flora und Fauna ein Kleinod darstellt, das in Europa seinesgleichen sucht.

Samstag 29.09.2012: Start um 21.00 h (damit die Fährverbindung zur Orga Besuch Stonehenge passt)

England Cornwall Fachprogramm Biologie und Englisch & Sport

Folgendes Fachprogramm wird von einer Gruppe aus 2 Leistungskursen, Biologie und Englisch durchgeführt:

  • Küstenwanderung in Newquay oder erster surf-Einsteigerkurs
  • Fahrt nach St Austell  – dort Eden Project – workshop „Biodiversity and Conservation“ oder „Plant Adaption“
  • Danach Weiterfahrt nach Penzances
  • Besichtigung Minack Theatre
  • alternativ: Exkurs Nation Lobster Hatchery
  • abends in Newquay: wer Lust hat Theater-Besuch, Titel „Wanted one Body“
  • Dolphinwatching-Tour ab Penzances
  • Fahrt nach Penzance
  • Biologie: meeresbiologischer workshop (Labor/Bestimmungsarbeit/Schnorcheln lit./sublit. Bereich)
  • Englisch: Besuch einer Schule in Penzances
  • Surfen

 

[Quelle: HB Führer Cornwall und Infos zu Fachprogrammen & BLUEWORK von der Redaktion Aurelia e.V.]

 

Weitere spannende Programmvorschlage für Großbritannien (England und Schottland finden Sie auf der Seite Programm-Module.

Das Korallendreieck in Südostasien

Ein wunderbares, wenig bekanntes Paradies

 

Dieses Korallendreieck, das sich auf über 1.000 Km quer durch den Pazifischen Ozean hinzieht, wurde vor 70 Jahren von dem österreichischen Biologen Hans Hass während eines Tauchganges entdeckt. Seine Euphorie hat – nachdem was er dort sah – seitdem viele Meeresforscher angesteckt. Hans Hass sagte einst „ein Märchenwald mit Elfen“.

Man weiß inzwischen vieles über die dort im circa 30 Grad warmen Wasser lebenden ungefähr 3.000 verschiedenen Fischarten, die hier einen herrlichen Lebensraum gefunden haben.  Auch waren die Wissenschaftler etlicher Expeditionen regelrecht begeistert von dem, was ihren Augen dort geboten wurde. In dieser sogenannten „Südostasiatischen Schatzkiste“ sind etwa 80 % aller Riffkorallenarten beheimatet.

 

Korallenriff
Intakte Unterwasserwelt: Korallenriff mit Fischen. © Aurelia eV

Diese Riffe entstehen durch Kalkablagerungen, die durch Milliarden kleiner Nesseltiere in Symbiose mit Algen  gebildet werden und zu immer neuen und fantastischen Formen heranwachsen.

Das Wasser ist hier sehr fruchtbar und es wird vermutet, dass dieses wahrscheinlich mit den Eiszeiten zu tun hat, in denen der Wasserspiegel der Erde um bis zu 120 m absank und viele Meeresregionen voneinander isoliert wurden. Es ist ein wahres Wunder, was die Natur hier geleistet hat.

Natürlich kann man nicht einfach mal so hier hinfahren um Tauchgänge in diesem wunderbaren Gewässer zu genießen.  Es würde dann sicher  auch bald kein Paradies mehr sein. [important]Es ist absolut nötig, auch für unser Klima, diese Welt der Fische und der Korallen zu schützen.[/important] Es ist genau so wichtig wie der Erhalt des Amazonaswaldes.

[Quelle: HÖRZU, Walter Karpf, 02.03.2012, S. 24-27]

Frühzeitige Sensibilisierung für nachhaltigen Erfolg

Wir Erwachsene sind gefordert, unsere Jugend frühzeitig für diese Probleme zu sensibilisieren. Dazu hat Aurelia e.V. verschiedene Meeresbiologische Fachprogramme erstellt, die jede Klassenfahrt/Kursfahrt zu einer echten Studienreise werden lassen. Um das Erlebnis zu genießen, gibt es natürlich auch in unserer Nähe viele schöne Gewässer, die sich dafür anbieten. Da wäre unter anderem die wunderschöne Adriatische Küste in Slowenien und in Kroatien mit den Kvarner Inseln, Istrien und den unter Naturschutz stehenden Kornati-Inseln,- überall kann man hier im ganz klaren, sauberen Meer die Unterwasserwelt erleben. Bei geführten Schorchelgängen lernen Schüler eine für Sie zumeist ganz neue Welt kennen. Das Schnorcheln ist übrigens viel leichter, sicherer und natürlich auch billiger als das Tauchen.

Solange die politische Lage in den Nordafrikanischen Ländern so prekär ist, kommt diese Region zum Tauchen und Schnorcheln für Schülerinnen und Schüler natürlich nicht in Betracht; auch muss es ja nicht unbedingt so weit entfernt sein. 😉

Wir wollen hoffen, dass das so lebendige Korallendreieck voll erhalten und für alle ein Wunder der Natur bleibt.

Aurelia eV
Redaktion Aurelia e.V.

 

Faszination Wissenschaft: Bionik – Forschung

Bionik – was bedeutet eigentlich Bionik, hat es etwas mit Biologie zu tun? Genau, es ist eine Wissenschaft, die sich aus Biologie,  Natur, Chemie und Forschung auf jedem Gebiet zusammensetzt . Vieles haben Wissenschaftler inzwischen der Natur abgeschaut und dabei festgestellt, dass die Natur in Vielem weiter entwickelt ist, als wir Menschen glauben und wissen.

🙂 Es gibt unendlich viele uns noch unbekannte Mechanismen, sei es in der Pflanzenwelt oder auch in der Tierwelt, die völlig ausgereift sind und von denen wir Menschen nur profitieren können. Was die Natur schon lange kann, müssen wir uns noch mühevoll erarbeiten.

🙂 Wieso öffnen Pflanzen ihre Blüten auf verschiedene Art und Weise, damit die Vögel oder der Wind ihre Samen weitertragen können? Warum kann ein Fisch sich  zusammenziehen, um durch irgendeine Enge zu gelangen. Es gäbe viele Beispiele anzuführen; eines wäre hier die Strelizie, die Paradiesblume der Kanaren.  Sie ist sehr interessant aufgebaut um sich fortzupflanzen. Sie kann genau das, was Forscher bei der Konstruktion von Sonnenschutzlamellen hier abgeschaut haben. Dieses Schema der Blumen hat sie dazu angeregt. Es gelang den Wissenschaftlern,  diese Erkenntnisse bereits beim Bau einer Drehbrücke voll zu nutzen,  selbst wenn dieses  sehr unwahrscheinlich klingt.

🙂 Auch die Konstrukteure in der Autoindustrie sind mitten in der Erforschung der windschnittigsten und trotzdem sichersten Form der Wagen.  Hierbei spielt die Bionik ebenso eine wichtige Rolle. Es gilt herauszufinden, welche Mechanismen in Gang gesetzt werden, wenn zum Beispiel Wildtiere rasant schnell laufen können und trotzdem ihre Körper im Griff haben und heil bleiben.

🙂 Man kann die Natur natürlich nicht nachbauen. Die Bionik, das systhematische Lernen von der Biologie, ist eine ganz neue Wissenschaft, von der wir noch vieles erhoffen können, was unser Leben einfacher macht.

🙂 Vieles gibt es noch zu tun, wenn wir die Natur besser kennenlernen  und verstehen wollen. Vor allem sollten wir sie respektieren und schützen, denn sie ist uns mit dem was sie kann weit voraus.

[Quelle: DIE ZEIT, Wissen, 05.01.2012, S. 32]

Tipp der Redaktion Aurelia e.V. zum Thema Bionik:

Es bleibt noch zu erwähnen , dass Bionik sicher ein interessantes Thema für eine Schulklasse wäre, die sich mit naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern befasst. Fragen Sie hier Ihr Klassenfahrten Fachprogramm Bionik an bei: Aurelia e.V./Anfrage


Umweltskandal! – Fischfang – Plünderung in der Tiefsee

Greenpeace-Schiffe im Nordatlantik

Seit Oktober 2011 befindet sich das Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“ auf See im Nordatlantic und protestiert gegen den zerstörerischen Fischfang in der Tiefsee.

60 Meilen vor der irischen Küste wurde ein Trawler aus Frankreich an dem brutalen Fischfang in der Tiefe des Meeres gehindert. „Schluß mit den Subventionen“ so hieß die Botschaft der Aktivisten, die sie im spanischen Hafen Vigo an der Bordwand der vor Anker liegenden Schiffe hinterließen.

142 Millionen Euro Steuergelder für Tiefsee-Plünderer?

Die Tiefseefischerei ist ein besonders schwerer Umweltskandal“ sagt Greenpace Meeresexperte Sebastian Buschmann. „Die Trawler schleifen Netze, deren Öffnungen groß wie ein Fußballfeld sein können, über den Meeresgrund und zerstören dort alles.“

Von den ca. 100 Tonnen Lebewesen, die jeder dieser Trawler täglich erfassen kann, können jedoch nur 60% verkauft werden. Der Rest, Beifang genannt, wird tot wieder ins Meer zurückgeworfen.

Die von der EU gewährten Subventionen erweisen sich als Beschleuniger der Probleme. Sebastian Buschmann: „Sie schaffen künstliche Anreize, die unverantwortliche und eigentlich unwirtschaftliche Fischerei fortzusetzen“. Seit 1996 haben die Tiefseefischer aus Spanien 142 Millionen Euro Steuergelder erhalten und mit den Portugiesen und Franzosen sind sie die größten Plünderer der Tiefsee.

Tiefsee im Nordostatlantik schon überfischt?

Unabhängige Wissenschaftler nehmen an, daß in der Zwischenzeit die Bestände in der Tiefsee im Nordostatlantik überfischt sind.  „Selbst bei einem sofortigen kompletten Fangverbot würde es viele Jahre dauern, bis sie sich erholen. Aufgrund der in vielen hundert Metern Tiefe herrschenden Lebensbedingungen pflanzen  sich Fische dort sehr langsam fort und produzieren nur wenige Nachkommen“ erläutert Sebastian Buschmann.

„Stoppt die Überfischung“

Da der Schutz der empfindsamen Tiefseefische durch die Politik seit Jahren nicht gewährleistet ist, wollten Yve Tiede  (Studentin der Biologie aus Marburg) und ihre Greenpeace-Mitstreiter etwas tun.  Mit dem Greenpeace Schlauchboot nahmen sie an einem Novemberabend  Kurs auf einen spanischen Fischtrawler, dessen Besatzung sich zur Einschüchterung mit Hämmern bewaffnete.  Als sie den Trawler erreichten, forderten sie von der Crew mit leuchtenden Bannern: „Stoppt die Überfischung„.  Später wollten sie ein Schlauchboot  an einem Zugkabel  des Tiefseenetzes befestigen – geschwind holte die spanische Trawlerbesatzung das nahezu leere Netz ein und – – schwirrte von dannen.

[Quelle: Greenpeace Nachrichten 01/2012]