Deutsch-Französische Freundschaft – Bildung hilft!

Aurelia e.V. für gute Nachbarschaft zwischen Deutschland und Frankreich

Nachbarschaft zwischen Deutschland und Frankreich

50 Jahre Deutsch-Französisches Jugendwerk

Aurelia e.V. für gute Nachbarschaft zwischen Deutschland und Frankreich
Deutsch-Französische Freundschaft
Wenige Monate nach Abschluss des Elysèe-Vertrages – des Freundschaftsvertrages zwischen Frankreich und Deutschland – wurde auch das Deutsch-Französische Jugendwerk gegründet, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche beider Länder einander näher zu bringen. Das heisst, um bei jungen Menschen die Neugier auf Kultur und Sprache unseres Nachbarn jenseits vom Rhein zu wecken.
Dieses Jugendwerk hat in den 50 Jahren seines Bestehens einen einmaligen Erfolg zu verzeichnen. Inzwischen haben etwa 8 Millionen Jugendliche aus Deutschland und Frankreich an ca. 300.000 Austauschprogrammen teilgenommen.
Der Historiker und Politikwissenschaftler, Alfred Grosser, auch Experte für das deutsch-französische Verhältnis  sagte: „die größte Leistung des Elysee-Vertrages sei die Schöpfung des Deutsch-Französischen Jugendwerks gewesen.“

Gegen Vorurteile hilft vor allem Bildung!

Französisches Frühstück: Kaffee und Croissant.
Französische Kultur findet sich auch in deutschem Essen: Das Croissant

 

Bei einer Podiumsdiskussion haben Schüler und Lehrer der Oberstufe des Clara-Schumann-Gymnasiums Bonn, mit dem Politikforscher Siebo Janssen über das heutige deutsch-französische Verhältnis und die Integration diskutiert.
Die Schüler waren einheitlich der Meinung, dass Freundschaft herrscht zwischen den Ländern; Probleme von früher kennen sie nicht mehr. Und wenn mal Vorurteile auftauchen, meinten sie: Da hilft vor allem Bildung!

[notice] Anmerkung der Redaktion Aurelia e.V.: Wir haben ein spezielles Klassenfahrten-Fachprogramm zur Förderung des deutsch-französischen Verhältnisses aufgelegt:

BLUEsocialVISION Verhaltensforschung – Soziales Lernen – Engagement – PARIS / FRANKREICH für Klassenfahrten-Fachbereiche Politik, Wirtschaft, Sozialpädagogik und Pädagogik   Mehr erfahren [/notice]

„Schüler glänzen mit ihrem Französisch“

Aurelia e.V. Logo mit Eiffelturm.
Gewinn: eine Reise nach Paris oder ein Stipendium für Frankreich.

 

Über zwei Stunden wurde im Haus der Geschichte in Bonn in französischer Sprache debattatiert; ein NRW-Debattierwettbewerb, veranstaltet vom Institut francais Deutschland und der Bertelsmann-Stiftung. Die sechs Finalisten waren schon die Gewinner beim Halbfinale in Düsseldorf.
Themen der heftigen Diskussion waren u.a. Internet, Klimaveränderung, Umweltverschmutzung und Mehrsprachigkeit. „Die fünf Schülerinnen und ein Schüler sprachen und argumentierten auf hohem Niveau“. Das Publikum, Schüler, Freunde und auch OB J. Nimptsch, verfolgten begeistert die lebhafte Debatte.
Alle Teilnehmer haben eine Reise nach Paris gewonnen, die drei Sieger je ein Stipendium nach Frankreich.

[Quelle: GENERAL – ANZEIGER Bonn – 22. 23. und 25. Januar 2013]

Bitte beachten Sie: Bildungsprogramm für Studienklassenfahrten Paris

Der Eiffelturm in Paris.
Der Eiffelturm in Paris. © Rainer Sturm / pixelio.de

Liebe Frankreich-Reisende, das ist interessant:

Vernissage ArtDays – Afrikanische Gegenwartskunst in Bonn

Das Leuchten Afrikas

ArtDays ist ein Netzwerk junger Künstlerinnen und Künstler aus Kamerun, wurde erst 2010 in Douala, der Hauptstadt Kameruns, gegründet und entwickelte sich in der Kürze der Zeit zu einem impulsgebenden soziokulturellen  Projekt. Auch ohne öffentliche Unterstützung und teilweise einem Klima sozialer Ächtung ausgesetzt, schaffen die Künstlerinnen und Künstler hier Enormes. Es geht nicht nur darum, gegen den Mainstream eine individuelle Entwicklung zu erkämpfen, sondern auch darum, Kreativität und Kunst als soziokulturelle Ausdrucksform  und als gesellschaftliche Errungenschaft zu präsentieren – und dies in einem politischen Umfeld, in dem die Kunstfreiheit keinesfalls gesetzlich verankert und mit Rechtsanspruch versehen ist.

 

Kunst und Kreativität als Chance individueller und sozialer Entwicklung, für Jungen und Mädchen werden Kreativ-workshops angeboten, es werden Ausstellungen und Begegnungen organisiert – in einem Land, in welchem breiten Bevölkerungsschichten die Möglichkeit schulischer Bildung verwehrt ist, liegt in solchen Aktionen die Möglichkeit zur „Bildung durch Kunst“ (Zitat: Einladung zur Vernissage ArtDays)

Afrikanische Gegenwartskunst findet noch zu wenig Beachtung in der internationalen Kunstszene. Den Kunst-Fachleuten fehlt oft schlicht die Gelegenheit, den Reichtum zeitgenössischen afrikanischen Kunstschaffens überhaupt wahrzunehmen. Afrikanische Kunst kann nicht länger herablassend auf spirituell-gefärbtes Kunst-Handwerk reduziert werden um irgendwelchen exotischen Seh- und Dekorationsgewohnheiten zu folgen.

Doch die Entwicklung von Kunst und Kultur ist eine politische  Herausforderung  – Kunst ist ein Stück Kultur und bedarf der Kultivierung, bedarf eines gleichermassen freien und geschützten Raumes – und nicht zuletzt einer ökonomischen Struktur zur Vermarktung.

Alles, was der Kommunikation zwischen den ökonomischen, politischen und kulturellen Akteuren fördert, schafft genau diesen Raum und die Freiheit für eine kultruelle Renaissance Afrikas!

Wieviel Kraft und welches Leuchten im Kampf um Freiheit entstehen kann, wird in dieser Ausstellung farbmächtig und zärtlich, dokumentierend und surreal – in jedem Fall aber vielfältig sichtbar: die Poesie der Existenz „Unter dem Eindruck Afrikas“.

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Vernissage ArtDays – Afrikanische Gegenwartskunst am Freitag, 07.12.2012 ab 18.00 h

MALEREI und PLASTIK – weitere Infos zur Ausstellung  unter: www.artdays-africa.com

Ausstellung von 07.12.2012 bis 21.12.2012 in  der Galerie Desing Hotel, Kölnstrasse 360-364, 53117 Bonn

Ausstellungsleitung: Frau Gisela Dreyer

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Interessante links zum Thema „Afrikanische Gegenwartskunst“

https://www.africancolours.net/

https://www.africavenir.org/de/projekte-kamerun.html

 

 

Kleine Fächer – die Exoten an den Universitäten

„Wo gibt`s denn so was?“…

… titelt DIE ZEIT  in einem Artikel v. 05. Januar 2012, Nr. 2 –  und berichtet, daß Wissenschaftler der Potsdamer Universität 4 Jahre lang eine Bestandsaufnahme der kleinen Fächer, der Exoten an deutschen Unis, erarbeitet haben. Ein einzigartiges und hervorragendes Projekt. Vorlesungsverzeichnisse, Personallisten und Lehrstühle wurden durchforstet und gezählt, sowie Professoren befragt; von der Afrikanistik bis zur Wissenschaftsgeschichte.

Norbert Franz von der Arbeitsstelle Kleine Fächer, und als Slawist selbst Vertreter eines kleinen Fachs, stellte fest: Im Vergleich zu 1992 hat die Zahl der Professuren an kleinen Fächern bundesweit erheblich zugenommen. Überrascht und erfreut hat dies ganz besonders Frau Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), die die Kartierung in Auftrag gegeben hat. Es ist hierbei deutlich geworden, daß kleine Fächer, die Exoten der Universitäten in Deutschland und Europa einzigartig und sehr erfolgreich sind. „Man wird zukünftig wohl sensibler mit kleinen Fächern umgehen“, sagte Frau Wintermantel. Mehr Geltung und Interesse wird den Exoten in Zukunft sicher sein.

Ganz besonders hervorgehoben wurde auch die hervorragende Betreuung der Studenten, die dichte internationale Vernetzung und die Zusammenarbeit über Disziplingrenzen hinweg sei ganz vorbildlich. „Hier hat sich ein Stück alte Universität erhalten“.

Hier ein paar Exoten der kleinen Fächer:

INDOLOGIE: Horst Brinkmann, Peofessor für Indologie meint „Professor für Indologie zu sein war immer eine Herausforderung!“ Die Indologie kommt aus der Romanik, ist die Rückbesinnung auf die Wurzeln menschlicher Kultur – etwas Grundsätzliches. „Wir sind ein kleines Fach und als solches immer gut gefahren“ sagt Prof. Brinkmann, “ wo sonst gebe es einen so intensiven Austausch, wo ein so angenehmes Arbeiten in kleinen Gruppen mit derart motivierten Studenten?“ Zu uns verirrt sich keiner einfach so.“

KELTOLOGIE: Ist die Sprachwissenschaft des Bretonischen, Irischen, Kimrischen und Schottisch-Gälischen. Gisbert Hemprich, Sprachdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bonner Universität erzählt von den Bonner Keltologen und ist stolz auf seine kleine keltische Truppe.  Es werden Konzerte und Filmabende veranstaltet und manchmal holt er seine Flöte heraus und spielt alte irische Volksweisen und ein anderer spielt auf dem Dudelsack.  Er sagt: „Ich kenne Studenten, die darüber zur Keltologie kamen und hervorragende Wissenschaftler geworden sind.“

GENDER STUDIES: Frauen- und Geschlechterforschung wird an der Frankfurter Goethe-Universität gelehrt. Ein kleines Fach? Das wird sich bald ändern! Längst hat sich das ehemals reine Frauenfach auch der Männerforschung zugewandt. Diese Entwicklung erklärt Professorin Lutz von der Goethe-Uni. so: „In einer Gesellschaft, in der Frauen ihreRollen neu definieren, hat das automatisch Folgen für das Selbstverständnis der Männer“. Entsprechend rasant steigt die Zahl männlicher Studenten.

 

[Quelle: DIE ZEIT Nr. 2, S. 57, CHANCEN, 05.01.2012]