Die Erforschung des Meeresraumes

Unrerwasser Aufnahme im Meer Klassenfahrten-Programm Biologie

Jacques Cousteau – gescholten und verehrt

Jacques Cousteau, der wohl jedem als engagierter Tiefseetaucher bekannte Forscher, der sein Minensuchboot „Calypso“ 1951 zu einem Forschungsschiff, zum „schwimmenden Laboratium umbaute“, begann damit die Erkundung und Erforschung der Weltmeere. Allerdings war damals nicht die Meeresbiologie und der Erhalt der Meerestiere sein Ziel, sondern die Ölfirma „British Petroleum“ erteilte ihm den Auftrag, im Roten Meer Gesteinsproben zu sammeln und den Boden geologisch zu vermessen. Cousteau erklärte sich dazu bereit. Später allerdings erkannten er und sein Team, daß sie das Öl im Golf entdeckt haben und damit Dubai „reich gemacht haben“, was wahrscheinlich nicht in seinem Sinne war.

Sein erster Film „Die schweigende Welt“ war damit ein Nebenprodukt dieser Ölmission; sein Image als Unterwasserfilmer war geboren. Nie zuvor hatten die Menschen solch einen Einblick in die Unterwasserwelt geniessen können. Man sah in seinem Film bunte Fischschwärme, leuchtende Korallen und Meeresbewohner aller Art.

Von da an begann der Forscher, den bisher unbekannten Kosmos mit ganz anderen Augen zu sehen; er wurde jetzt – wie man so sagt – vom Saulus zum Paulus.

Cousteau erfand Pressluftflaschen und wasserdichte Taucher-Kameras

Tauchen im Meer mit Pressluftflasche
Das Tauchen im Meer mit Pressluftflasche ist erst seit Jacques Cousteaus Erfindung machbar. Ein großer Dank an © Detlef Patrovsky für das Bild, dass auf eigenem Tauchgang entstand.

 

Um sich endlich unter Wasser frei bewegen zu können – ohne die bisher getragenen bleischweren Anzüge – erfand Cousteau die Pressluftflaschen mit dem Atemregler, so daß jetzt die Taucher bis zu zwei Stunden unter Wasser bleiben konnten. Jacques, der Tüftler, entwickelte ausserdem ein wasserdichtes Kameragehäuse, wodurch Filmaufnahmen im Meer erst möglich wurden.

[pullquote align=“left|center|right“ textalign=“left|center|right“ width=“30%“]Tipp für den einmaligen Schnorchelgang auf Meeresbiologie-Klassenfahrten[/pullquote]

Fotosafari mit der Unterwasserkamera

Für wenig Geld (7-10 €) kann sich heute fast jeder den Luxus eigener Unterwasser-Bilder leisten. Es gibt zu diesem Zwecke Einmalkameras für Unterwasseraufnahmen, die schöne Erinnerungsfotos entstehen lassen. Dabei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass ein starker Lichteinfall die Farben in geringer Tiefe leuchten läßt.

Sie können z..B. 27 Farbaufnahmen unter der Wasseroberfläche machen mit einem lichtstarken ISO 400-Farbfilm der bereits im Gehäuse liegt. Danach geben Sie die Einwegkamera komplett zur Entwicklung und erhalten nach wenigen Tagen Ihre Bilder. [Redaktion Aurelia e.V.]

 

Fische und Korallen im Meer beim Schnorcheln fotografiert
Fische und Korallen im Meer. © Aurelia e.V. Klassenfahrten-Fachprogramme.de

Cousteaus Kampf gegen Umweltverschmutzung und Überfischung der Meere

So wenig zimperlich der Taucher früher mit Tieren umging, von nun an war er ein äusserst engagierter Kämpfer gegen Umweltverschmutzung und Überfischung der Meere; er hatte sein Lebensziel gefunden!

Später gründete er mt seinem Sohn Philippe  die „Cousteau Society„, sie dient der Erforschung und dem Schutz der Meere. Durch seinen  unermüdlichen Einsatz wurde er nun zu einer einflußreichen Persönlichkeit und nahm im Jahr 1992 am Umweltgipfel in Rio de Janeiro teil.

[pullquote align=“left|center|right“ textalign=“left|center|right“ width=“30%“]Pädagogischer Ansatz von Aurelia e.V.: Nur wer das Meer kennt, kann es lieben, wird es schützen, wie beispielsweise Jacques Cousteau es tat. [/pullquote]

Der Forscher glaubte sogar, saß die Menschen irgendwann in die Ozeane zurückgehen würden, schon deshalb war sein ganzes Handeln für ihn eine Herzensangelegenheit.

Der große Forscher und Taucher hat in seinem Leben mehr als 50 Bücher geschrieben und zahlreiche Filme gedreht, die wir nicht nur gern gesehen haben, sondern die uns allen auch das Leben im Meer näher brachten.

Jacques Cousteau starb im Jahre 1997 im Alter von 87 Jahren. Man kann getrost sagen, daß seine Pionierleistungen enorm waren, und daß der Naturschützer somit in die Geschichte eingegangen ist.

Uns allen sollte es ein Anliegen sein, unsere Meerestiere und unsere Umwelt zu schützen, indem wir die Nachhaltigkeit bei all unserem Tun  immer im Blick haben.

[Quelle: „HÖRZU“ vom 31.08.2012, Seite 24, „Die Wahrheit über Jacques Cousteau“]

 

 

Das Korallendreieck in Südostasien

Ein wunderbares, wenig bekanntes Paradies

 

Dieses Korallendreieck, das sich auf über 1.000 Km quer durch den Pazifischen Ozean hinzieht, wurde vor 70 Jahren von dem österreichischen Biologen Hans Hass während eines Tauchganges entdeckt. Seine Euphorie hat – nachdem was er dort sah – seitdem viele Meeresforscher angesteckt. Hans Hass sagte einst „ein Märchenwald mit Elfen“.

Man weiß inzwischen vieles über die dort im circa 30 Grad warmen Wasser lebenden ungefähr 3.000 verschiedenen Fischarten, die hier einen herrlichen Lebensraum gefunden haben.  Auch waren die Wissenschaftler etlicher Expeditionen regelrecht begeistert von dem, was ihren Augen dort geboten wurde. In dieser sogenannten „Südostasiatischen Schatzkiste“ sind etwa 80 % aller Riffkorallenarten beheimatet.

 

Korallenriff
Intakte Unterwasserwelt: Korallenriff mit Fischen. © Aurelia eV

Diese Riffe entstehen durch Kalkablagerungen, die durch Milliarden kleiner Nesseltiere in Symbiose mit Algen  gebildet werden und zu immer neuen und fantastischen Formen heranwachsen.

Das Wasser ist hier sehr fruchtbar und es wird vermutet, dass dieses wahrscheinlich mit den Eiszeiten zu tun hat, in denen der Wasserspiegel der Erde um bis zu 120 m absank und viele Meeresregionen voneinander isoliert wurden. Es ist ein wahres Wunder, was die Natur hier geleistet hat.

Natürlich kann man nicht einfach mal so hier hinfahren um Tauchgänge in diesem wunderbaren Gewässer zu genießen.  Es würde dann sicher  auch bald kein Paradies mehr sein. [important]Es ist absolut nötig, auch für unser Klima, diese Welt der Fische und der Korallen zu schützen.[/important] Es ist genau so wichtig wie der Erhalt des Amazonaswaldes.

[Quelle: HÖRZU, Walter Karpf, 02.03.2012, S. 24-27]

Frühzeitige Sensibilisierung für nachhaltigen Erfolg

Wir Erwachsene sind gefordert, unsere Jugend frühzeitig für diese Probleme zu sensibilisieren. Dazu hat Aurelia e.V. verschiedene Meeresbiologische Fachprogramme erstellt, die jede Klassenfahrt/Kursfahrt zu einer echten Studienreise werden lassen. Um das Erlebnis zu genießen, gibt es natürlich auch in unserer Nähe viele schöne Gewässer, die sich dafür anbieten. Da wäre unter anderem die wunderschöne Adriatische Küste in Slowenien und in Kroatien mit den Kvarner Inseln, Istrien und den unter Naturschutz stehenden Kornati-Inseln,- überall kann man hier im ganz klaren, sauberen Meer die Unterwasserwelt erleben. Bei geführten Schorchelgängen lernen Schüler eine für Sie zumeist ganz neue Welt kennen. Das Schnorcheln ist übrigens viel leichter, sicherer und natürlich auch billiger als das Tauchen.

Solange die politische Lage in den Nordafrikanischen Ländern so prekär ist, kommt diese Region zum Tauchen und Schnorcheln für Schülerinnen und Schüler natürlich nicht in Betracht; auch muss es ja nicht unbedingt so weit entfernt sein. 😉

Wir wollen hoffen, dass das so lebendige Korallendreieck voll erhalten und für alle ein Wunder der Natur bleibt.

Aurelia eV
Redaktion Aurelia e.V.

 

Fachprogramm Meeresbiologie Deutsche Ostsee

Programm Blaue Studienklassenfahrt Meeresbiologie Ostsee in Stralsund

1. Tag Programm Blaue Studienklassenfahrt Meeresbiologie Ostsee
Fische, Korallenriffe, Ornithologie

Am ersten Tag an der Ostsee empfehlen wir den Besuch des Meereskundemuseums.

Hier werden folgende Themenwerkstätten zur Auswahl gestellt:

  1. Verhaltensweisen von Fischen – Schwerpunkt dieser Führung sind die typischen Verhaltensmuster, wie Revier- und Fressverhalten, Symbiose, Brutpflege oder Lautäußerungen ausgewählter Tierarten.oder
  2. Ökologie der Korallenriffe – Einer der schönsten und am dichtesten besiedelten Lebensräume der Erde sind die Korallenriffe. Ihre Entstehung, die Grenzen ihrer globalen Verbreitung und ihre Bewohner stehen im Mittelpunkt dieser Führung.

anschliessend: kurzes Referat/ Ornithologie des Leiters der Beringungszentrale Hiddensee (Ostsee) zur Arbeit der Einrichtung des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern

nachmittags: Exkursion Biologische Station Hiddensee mit Schwerpunkt Ornithologie in der Region in Kooperation mit der Uni Greifswald.

2. Tag Programm Blaue Studienklassenfahrt Meeresbiologie Ostsee
Das Meer, Tiere & Pflanzen im Meer, Ozeaneum

Exkursion mit dem bekannten Greenpeace-Aktivisten und Meeresforscher Jonas Peter “ Meeresbiologie der Ostsee „

Einführung in die Tierstämme und -Klassen der Meere

Lebensgemeinschaften: Karpose, Symbiose, Parasiten

Klima + Meere, Treibhauseffekt, Wasser- und Lufttemperaturen, Eis, Anstieg des Meeresspiegels, Versauerung des Meereswassers, Veränderung der Meeresströmungen, Verschiebung der Ökosysteme

Praxis:

Strandspaziergang, Sammeln von Standgut und Analyse

Spaziergang und Führung durch das Ozeaneum , Stralsund

anschliessend: Themenwerkstatt OZEANEUM – zur Auswahl:

Rallye 16+

Eine Rallye im OZEANEUM führt die Teilnehmer durch die Kaltwassermeere unserer Erde. In Kleingruppen erkunden sie unsere Ausstellungen. Gemeinsam entdecken sie die Geheimnisse der Tiefsee, ergründen die lichtdurchfluteten Küstenbereiche, tauchen in die Welt der Aquarien ein oder lassen sich faszinieren von den Riesen der Meere. Nach einer Stunde treffen sich alle Kleingruppen zu einer halbstündigen Auswertung wieder. Eine Rallye eignet sich besonders für Gruppen, welche das OZEANEUM zum erstem Mal besuchen. Die Rallye kann auch unbetreut durchgeführt werden, dann entstehen zum Eintritt keine zusätzlichen Kosten.

oder

Ökologie der Ostsee

Nach einem Aquarien-Rundgang bearbeiten die Schüler in drei Kleingruppen verschiedene Prüfungsaufgaben zur Ökologie der Ostsee in der Ostsee-Ausstellung des OZEANEUMs.

Welche Umweltfaktoren beeinflussen das Leben in der Ostsee? Wie regulieren sich Fischbestände unter natürlichen Bedingungen, z.B. in den Bodden, einem charakteristischen Lebensraum der Ostsee? Welche ökologische Nische nehmen Blaualgen im Sommer ein? Und nicht zuletzt: Wie beeinflussen wir Menschen diese natürlichen Prozesse – negativ als auch positiv?

Ökologie wird dabei als Wissenschaft, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt beschäftigt, verständlich. Bevor die Gruppen ihre Aufgaben lösen, teilen sich die Gruppenmitglieder in Experten für abiotische und biotische Umweltfaktoren auf und erarbeiten Grundlegendes. Im Vordergrund stehen dabei die Salinität bzw. Nahrungsbeziehungen. It`s TeamTime, wenn alle Gruppenmitglieder ihr Wissen wieder bündeln und Grafiken und Diagramme auswerten, Hypothesen prüfen, Phänomene erklären und die Ergebnisse am Ende in Kurz-Präsentationen vorstellen.

3. Tag Programm Blaue Studienklassenfahrt Meeresbiologie Ostsee
Küstenschutz an der Ostsee

Exkursion zum Thema „Küstenschutz an der Ostsee“

evlt. Durchführung durch Staatl. Ämter für Landwirtschaft und Umwelt oder durch BUND/AG Baltic Sea

4. Tag Programm Blaue Studienklassenfahrt Meeresbiologie Ostsee
Abschied nehmen von der Ostsee

Letzter Strandspaziergang an der Ostsee – freie Zeit bis Rückreise

Anfrage/Beratung über unser Formular oder 0049 (0)228-929 837 33 mo-fr 10-15

 

Mehr Ostsee – Programm-Vorschläge für Klassenreisen und Bilder finden Sie hier:

DEUTSCHLAND – Ostsee / Ostseeküste