Nordsee – Naturpark Wattenmeer

Wandern auf  Borkum …

… über Dünen und Heide, über die schier endlosen Wattflächen aus Schlick und Sand. Es ist Ebbe und ganz weit draußen am Horizont sieht man einen blau-silbernen Streifen – das Meer – das sich nach dem ewigen Lauf der Gezeiten zurückgezogen hat. Im Tidekalender, den jeder Gast bei Wattwanderungen dringend braucht, kann man minutengenau sehen, wann das große Wasser wieder kommt. Das riesige Watt – das durchwatbare Meer – ist bereits seit Jahrzehnten als Nationalpark Wattenmeer und UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer geschützt; es ist einmalig und faszinierend.

Mit dem Schiff zur Seehundbank

Eine besondere  Attraktion für Groß und Klein ist die Seehundbank am Borkumer Riff. Über 100 Seehunde und Kegelrobben feuen sich über neugierige Besucher. Wenn man die lustigen Gesellen näher beobachten  will, ist eine Fahrt mit dem Schiff  besonders zu empfehlen.

Die Insel hat über 120 km gut ausgebaute Rad- und Wanderwege. Stundenlang kann man über die Strandpromenade wandern. Sie führt am Wasser entlang, über meterhohe Dünen mit weitem Blick über Land und Meer. Und wenn man mal ein bißchen auf Abwege geraten ist und sich mühsam aus einer tiefen Sanddüne befreien muß, wird man doch tatsächlich noch ausgelacht – von den Lachmöven – Nomen est omen!

Ein Muß auf Borkum ist das Inselmuseum. Die Insulaner aus alter und neuer Zeit haben das Heimatmuseum liebevoll mit allerlei schönen und interessanten Kostbarkeiten, z.T. aus aller Welt, was auf ihre lange Zeit als Seefahrer- und Walfängerzeit hinweist, zusammengestellt.

Borkum lebte einst vom Walfang

Das interessanteste Stück ist ein 15 m langes Skelett eines Pottwals. Das riesige Tier wurde 1998 auf der Eiderinsel tot an Land geschwemmt. Die Borkumer haben den Pottwal präpariert und nun steht das Gerippe in seiner ganzen Größe im Museum und wird tagtäglich gebührend bestaunt.

pottwal
Der Pottwal ist das größte Raubtier der Welt. Pottwale tauchen 2-3 tausend Meter tief, sind 11-20 Meter groß und 20-60 Tonnen schwer.

Beim Spaziergang durchs alte Borkum, beim alten Leuchtturm und dem uralten Friedhof drumherum sieht man verwitterte, vermooste, wie abgebrochene Bretter aussehende Umzäunungen. Meine Neugier, was das wohl sei,  führte mich an ein altes,ehemaliges Fischerhäuschen inmitten eines Gartens, das ganze umzäunt mit den verwitterten Kinnladen von Walen. Im 18. Jahrhundert, als Borkum noch vom Walfang lebte, hat ein alter Seebär seinen Garten mit diesen bis 150 cm langen Knochen umzäunt, die nach über 300 Jahren noch ihre Dienst tun.

Sonderbare Gäste auf Borkum

Bei einer Radtour über Wiesen und Felder durchs Hinterland der Nordseeinsel Borkum entdeckte ich hunderte von Nonnengänsen,die Rast machten von ihrer großen Reise vom Süden in den nun sommerlichen Norden. Der Bauer war wenig begeistert von diesen jährlichen Gästen, die dieses Jahr ungewöhnlich lange die Weidekoppeln belegten, weil er seine Pferde nicht auf die Frühlingswiese treiben kann.

Schön und interessant war’s auf der Hochseeinsel Borkum mit ihrer salz- und aerosolhaltein Luft – eine wahre Erholung. Das wußten schon die alten Römer, die vor der Zeitenwende den Sandhügel in der Nordsee entdeckt hatten!

Wenn Sie etwas über Klassenfahrten-Fachprogramme an der  Nordsee wissen möchten (Borkum, Sylt u.sw.), nutzen Sie einfach unser Feedback-Formular oder rufen Sie uns an: Aurelia e.V. 0228-92983733 (10-15 Uhr).

🙂  Mehr zur Nordsee von der Redaktion Aurelia e.V.

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BLUEWORK-volunteering – als Aktivität der Erlebnispadagogik und zur Entwicklung sozialer Kompetenzen

Gratulation für Nachhaltige Schulen & MUSCHELSUCHER Umweltpädagogik

Naturkatastophen-Meldungen stoßen auf Widerstand

Klassenfahrt als Impuls für ökologisch-soziales Engagement

Wale brauchen internationales Fang-Verbot

Warum Umweltpädagogische Klassenfahrten an die Nordsee? – Programmtipps für umweltpädagogische Klassenfahrten ans Meer. Deutsche Nordseeküste und Nordsee-Inseln Amrum, Helgoland und Sylt –

Aurelia e.V. +49 (0)228-929 837 33
Kontakt +49 (0)228-929 837 33

Das Korallendreieck in Südostasien

Ein wunderbares, wenig bekanntes Paradies

 

Dieses Korallendreieck, das sich auf über 1.000 Km quer durch den Pazifischen Ozean hinzieht, wurde vor 70 Jahren von dem österreichischen Biologen Hans Hass während eines Tauchganges entdeckt. Seine Euphorie hat – nachdem was er dort sah – seitdem viele Meeresforscher angesteckt. Hans Hass sagte einst „ein Märchenwald mit Elfen“.

Man weiß inzwischen vieles über die dort im circa 30 Grad warmen Wasser lebenden ungefähr 3.000 verschiedenen Fischarten, die hier einen herrlichen Lebensraum gefunden haben.  Auch waren die Wissenschaftler etlicher Expeditionen regelrecht begeistert von dem, was ihren Augen dort geboten wurde. In dieser sogenannten „Südostasiatischen Schatzkiste“ sind etwa 80 % aller Riffkorallenarten beheimatet.

 

Korallenriff
Intakte Unterwasserwelt: Korallenriff mit Fischen. © Aurelia eV

Diese Riffe entstehen durch Kalkablagerungen, die durch Milliarden kleiner Nesseltiere in Symbiose mit Algen  gebildet werden und zu immer neuen und fantastischen Formen heranwachsen.

Das Wasser ist hier sehr fruchtbar und es wird vermutet, dass dieses wahrscheinlich mit den Eiszeiten zu tun hat, in denen der Wasserspiegel der Erde um bis zu 120 m absank und viele Meeresregionen voneinander isoliert wurden. Es ist ein wahres Wunder, was die Natur hier geleistet hat.

Natürlich kann man nicht einfach mal so hier hinfahren um Tauchgänge in diesem wunderbaren Gewässer zu genießen.  Es würde dann sicher  auch bald kein Paradies mehr sein. [important]Es ist absolut nötig, auch für unser Klima, diese Welt der Fische und der Korallen zu schützen.[/important] Es ist genau so wichtig wie der Erhalt des Amazonaswaldes.

[Quelle: HÖRZU, Walter Karpf, 02.03.2012, S. 24-27]

Frühzeitige Sensibilisierung für nachhaltigen Erfolg

Wir Erwachsene sind gefordert, unsere Jugend frühzeitig für diese Probleme zu sensibilisieren. Dazu hat Aurelia e.V. verschiedene Meeresbiologische Fachprogramme erstellt, die jede Klassenfahrt/Kursfahrt zu einer echten Studienreise werden lassen. Um das Erlebnis zu genießen, gibt es natürlich auch in unserer Nähe viele schöne Gewässer, die sich dafür anbieten. Da wäre unter anderem die wunderschöne Adriatische Küste in Slowenien und in Kroatien mit den Kvarner Inseln, Istrien und den unter Naturschutz stehenden Kornati-Inseln,- überall kann man hier im ganz klaren, sauberen Meer die Unterwasserwelt erleben. Bei geführten Schorchelgängen lernen Schüler eine für Sie zumeist ganz neue Welt kennen. Das Schnorcheln ist übrigens viel leichter, sicherer und natürlich auch billiger als das Tauchen.

Solange die politische Lage in den Nordafrikanischen Ländern so prekär ist, kommt diese Region zum Tauchen und Schnorcheln für Schülerinnen und Schüler natürlich nicht in Betracht; auch muss es ja nicht unbedingt so weit entfernt sein. 😉

Wir wollen hoffen, dass das so lebendige Korallendreieck voll erhalten und für alle ein Wunder der Natur bleibt.

Aurelia eV
Redaktion Aurelia e.V.