2888 Kilometer durch Europa

Die Donau – ein europäischer Fluss

Nahe dem „Schwarzwälder-Uhren“-Städtchen Furtwangen findet man auf der Landkarte den „Donau-Ursprung“ verzeichnet. Hier entspringt der Donau-Quellfluss „Breg“, unweit entfernt kommt das zweite Flüsschen „Brigach“ dazu. Vor den Toren der Stadt Donaueschingen heisst es dann: Brigach und Breg bringen die Donau zuweg. Aber noch nicht ganz – denn erst aus dem Schlosspark der Stadt nimmt der Fluss das Wasser der „Donauquelle“ auf, die sich vor der imposanten Fassade des Schosses der Fürsten zu Fürstenberg befindet.

Eine niedrige Steinmauer umfasst die Quelle, deren Wasser unendlich aus der Tiefe quillt. Die Skupltur einer anmutigen, jungen Frau sitzt auf dem Rand der Mauer und weist mit einer in die Ferne deutenden Geste der jungen Donau ihren Weg.

Ab hier fliesst die Donau 2845 Kilometer durch insgesamt zehn Länder ins Schwarze Meer

Zunächst fliesst sie ganz gemächlich durchs Ländle, um bei Immendingen in unergründliche Tiefen zu versickern, einige Kilometer weiter, bei Friedingen, taucht sie dann wieder auf – es ist die bekannte Donau-Versickerung – eine Laune der Natur.

Von Deutschland aus nimmt die Donau Fahrt auf

Mit vielen Windungen schlängelt sie sich dann durch das schwäbische Donautal, ein beliebtes Naherholungsgebiet. An ihren Ufern, bei Beuron türmen sich riesige Felsen, allseits beliebt bei Kletterern. Kanufahrer ziehen ihre Bahnen auf der noch ruhig fliessenden Donau. Die Oberschwäbische Barockstrasse, die steckenweise am Fluss entlang führt, bietet Kunst und Kultur, Burgen und Klöster säumen ihren Weg.

Ab Ulm bekommt die Donau mächtigen Zulauf

Die Iller, Grenzfluss zwischen Baden-Württemberg und Bayern fliesst ihr in Ulm zu. Dann die Alpenflüsse: Lech, Isar und Inn. Diese wilden Gebirgsflüsse bringen zeitweise ungeheure Wassermassen, auch die gegenseitigen Flusszuläufe: Altmühl, Naab und Regen lassen die Donau mächtig anschwellen. Die schöne Bischofsstadt Passau – entstanden in römischer Zeit – musste schon so manche Überschwemmung erleben.

Gruß Gott in Österreich

Ab Passau führt uns die Donau durch Österreich, begrüsst von der heiteren, weinseligen Wachau. An ihren Ufern Weinberge soweit das Auge reicht. Auf ihren steilen Höhen grüssen die bekannten, vielbesuchten Klöster Melk und Krems. Dann Wien, die Donaumetropole; die Wiener feiern und besingen ihre Donau im Walzertakt.

Die Donau zwischen der Slowakei und Ungarn

Nun wird die Donau Grenzfluss zwischen der Slowakei, mit ihrer, an der Donau gelegenen Hauptstadt Bratislawa und rechtsseitig Ungarn. Majestätisch gleitet der Fluss am riesigen Parlamentsgebäude vorbei und teilt die Stadt in zwei Teile; das hügelige Buda bietet einen traumhaften Blick über die Donau und die Stadt. Der Stadtteil Pest mit ihren schmucken Häuserfassaden und breiten Strassen strahlt noch die Pracht der ehemaligen K.u.K.-Donaumonarchie aus“.

„Das Herz des Balkans“ bei Kroation und Serbien

Breit und ungestüm geworden, durch tiefe Schluchten und wilde Gebirgstäler durchfliesst die Donau den Balkan. An ihren Ufern im südlichen Kroatien, die Grenze zu Serbien: „Das Herz des Balkans“ genannt, ihre Hauptstadt Belgrad liegt am rechten Ufer der Donau.

Durch Bulgarien, Rumänien und die Ukraine, vorbei an Moldavien mündet die Donau ins Schwarze Meer

Die längsten Donau-Anrainer sind, mit ca 500 Kilometer, Bulgarien und linksseitig Rumänien. Moldawien liegt noch mit weniger als einem km am  Donauufer, zwischen Rumänien und der Ukraine. Mit einer Breite von zwei Kilometern und einer wilden Strömung eilt die Donau dem Schwarzen Meer zu. Die Ukraine und Bulgarien säumen das riesige Delta der Donaumündung.

Im Delta teilt sich der Strom in breite Wasserarme, dazwischen Inseln mit alten, uralten, knorrigen Bäumen. Auenlandschaften mit Weiden, Erlen und Pappeln. Ein Paradies für Tiere aller Art, über 200 Vogelarten sind dort beheimatet, oder machen Rast bei ihrem Flug zu ihren Sommer- oder Winterquartieren.

Die Donau ist auf über 2400 km schiffbar. Kreuzfahrtschiffe aller Kategorien bieten Reisenden ein unvergessliches Urlaubserlebnis.

Schon Jahrhunderte vor Chistus verkehrten Schiffe auf Ihren Wassern. Römer, Türken, Kreuzfahrer und Völker aller Nationen nutzten den Donau-Strom, um an ihre Ziele zu kommen.

[Quelle: DIE ZEIT, 09.06.2012, Seite VI von Roland Mischke]

Das Korallendreieck in Südostasien

Ein wunderbares, wenig bekanntes Paradies

 

Dieses Korallendreieck, das sich auf über 1.000 Km quer durch den Pazifischen Ozean hinzieht, wurde vor 70 Jahren von dem österreichischen Biologen Hans Hass während eines Tauchganges entdeckt. Seine Euphorie hat – nachdem was er dort sah – seitdem viele Meeresforscher angesteckt. Hans Hass sagte einst „ein Märchenwald mit Elfen“.

Man weiß inzwischen vieles über die dort im circa 30 Grad warmen Wasser lebenden ungefähr 3.000 verschiedenen Fischarten, die hier einen herrlichen Lebensraum gefunden haben.  Auch waren die Wissenschaftler etlicher Expeditionen regelrecht begeistert von dem, was ihren Augen dort geboten wurde. In dieser sogenannten „Südostasiatischen Schatzkiste“ sind etwa 80 % aller Riffkorallenarten beheimatet.

 

Korallenriff
Intakte Unterwasserwelt: Korallenriff mit Fischen. © Aurelia eV

Diese Riffe entstehen durch Kalkablagerungen, die durch Milliarden kleiner Nesseltiere in Symbiose mit Algen  gebildet werden und zu immer neuen und fantastischen Formen heranwachsen.

Das Wasser ist hier sehr fruchtbar und es wird vermutet, dass dieses wahrscheinlich mit den Eiszeiten zu tun hat, in denen der Wasserspiegel der Erde um bis zu 120 m absank und viele Meeresregionen voneinander isoliert wurden. Es ist ein wahres Wunder, was die Natur hier geleistet hat.

Natürlich kann man nicht einfach mal so hier hinfahren um Tauchgänge in diesem wunderbaren Gewässer zu genießen.  Es würde dann sicher  auch bald kein Paradies mehr sein. [important]Es ist absolut nötig, auch für unser Klima, diese Welt der Fische und der Korallen zu schützen.[/important] Es ist genau so wichtig wie der Erhalt des Amazonaswaldes.

[Quelle: HÖRZU, Walter Karpf, 02.03.2012, S. 24-27]

Frühzeitige Sensibilisierung für nachhaltigen Erfolg

Wir Erwachsene sind gefordert, unsere Jugend frühzeitig für diese Probleme zu sensibilisieren. Dazu hat Aurelia e.V. verschiedene Meeresbiologische Fachprogramme erstellt, die jede Klassenfahrt/Kursfahrt zu einer echten Studienreise werden lassen. Um das Erlebnis zu genießen, gibt es natürlich auch in unserer Nähe viele schöne Gewässer, die sich dafür anbieten. Da wäre unter anderem die wunderschöne Adriatische Küste in Slowenien und in Kroatien mit den Kvarner Inseln, Istrien und den unter Naturschutz stehenden Kornati-Inseln,- überall kann man hier im ganz klaren, sauberen Meer die Unterwasserwelt erleben. Bei geführten Schorchelgängen lernen Schüler eine für Sie zumeist ganz neue Welt kennen. Das Schnorcheln ist übrigens viel leichter, sicherer und natürlich auch billiger als das Tauchen.

Solange die politische Lage in den Nordafrikanischen Ländern so prekär ist, kommt diese Region zum Tauchen und Schnorcheln für Schülerinnen und Schüler natürlich nicht in Betracht; auch muss es ja nicht unbedingt so weit entfernt sein. 😉

Wir wollen hoffen, dass das so lebendige Korallendreieck voll erhalten und für alle ein Wunder der Natur bleibt.

Aurelia eV
Redaktion Aurelia e.V.